Einschlag des Asteroiden 2024 YRâ‚„ auf Mond noch einmal etwas wahrscheinlicher
Der Asteroid 2024 YRâ‚„ ist vorerst auĂźer Reichweite unserer Instrumente. Laut der letzten Beobachtung ist ein Einschlag auf dem Mond nun etwas wahrscheinlicher.
(Bild: Elena11/Shutterstock)
Die NASA hat die Wahrscheinlichkeit, dass der erdnahe Asteroid 2024 YR4 in sieben Jahren auf dem Mond einschlägt, erneut leicht nach oben korrigiert. Das sei auf Basis der letzten Daten erfolgt, die das Weltraumteleskop James Webb gesammelt hat, bevor der Himmelskörper aus der Reichweite all unserer Instrumente verschwunden ist. Die Wahrscheinlichkeit einer Kollision liegt demnach jetzt bei 4,3 Prozent (zuvor waren es 3,8 Prozent). Ein Einschlag ist demnach weiterhin so gut wie ausgeschlossen, aber eben nicht vollständig. Sollte es tatsächlich dazu kommen, würde die Umlaufbahn des Mondes dadurch nicht verändert, versichert die NASA. Unser Wissen über die Bahn des Asteroiden habe sich auf Basis der Daten um 20 Prozent verbessert, ordnet sie ein.
Die Wahrscheinlichkeit eines Mondeinschlags steigt langsam
2024 YR4 hat Anfang des Jahres wochenlang für Aufsehen gesorgt, nachdem der Asteroid am 27. Dezember kurz nach seinem jüngsten Rendezvous mit der Erde entdeckt wurde. Folgebeobachtungen haben dann ergeben, dass ein Einschlag des Asteroiden bei seinem übernächsten Rendezvous mit unserem Heimatplaneten nicht ausgeschlossen werden konnte. Mehrere Wochen und damit ungewöhnlich lange stand der Asteroid deshalb an der Spitze der Listen von ESA und NASA mit den aktuell gefährlichsten Himmelskörpern. Erst Ende Februar haben die Beobachtungsdaten dann ergeben, dass der Erde keine Gefahr durch den etwa 60 Meter großen Himmelskörper droht.
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Nachdem eine Gefahr für die Erde ausgeschlossen werden konnte, rückte aber in den Fokus, dass der Asteroid immer noch den Mond treffen könnte. Auch da ist aber immer noch deutlich wahrscheinlicher, dass beide Objekte sich verfehlen. Solange der Asteroid nun aber erst einmal nicht mehr direkt beobachtet werden kann, lässt sich das aber nicht mit Sicherheit ermitteln. Selbst wenn 2024 YR4 im Jahr 2032 aber tatsächlich den Mond treffen sollte, heißt das nicht, dass sich das Schauspiel von der Erde beobachten ließe. Dafür müsste das auf der richtigen Seite passieren. In der Forschung werden dafür bereits fleißig die Daumen gedrückt, denn solch ein Einschlag mit derart viel Vorlaufzeit wäre eine einzigartige Gelegenheit für die Wissenschaft.
(mho)