Gewinn von PC-Hersteller Hyrican halbiert [Update]

Der Umsatz beim Thüringer Computerhersteller sank wegen ausgebliebener Exporterlöse ebenfalls; ein Ermittlungsverfahren Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsich sei eingestellt, hieß es.

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  • dpa

Probleme beim Export haben dem Computerhersteller Hyrican AG in Kindelbrück einen kräftigen Umsatz- und Ertragseinbruch in der ersten Jahreshälfte beschert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank nach Firmenangaben vom Dienstag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte von 3,9 Millionen auf 1,6 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um 37,4 Prozent auf 25,7 Millionen Euro. Damit setzte sich der Trend des schwachen ersten Quartals fort.

Wegen fehlender Zahlungsabsicherung sei mit einer Belebung des Exports bis auf Weiteres nicht zu rechnen, teilte der Vorstand mit. Der Gewinn vor Steuern entspreche mit rund 2,0 Millionen Euro etwa dem Halbjahresergebnis von 2002. Der Vorstand sieht Hyrican durch eine "solide Finanzausstattung" für eine Markterholung gut gerüstet. Der Nischenanbieter im umkämpften PC-Markt beschäftigt 70 Mitarbeiter.

Hyrican war im Mai wegen des überraschenden Einbruch des Geschäfts ins Visier der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geraten. Die Überprüfung, ob das Unternehmen seiner Informationspflicht bei börsenrelevanten Entwicklungen nachgekommen ist, sei abgeschlossen, sagte eine BaFin-Sprecherin auf Anfrage. "Es wurden keine Verstöße festgestellt." Der Kurs der Hyrican-Aktie notierte nach den Halbjahreszahlen mit 7,80 Euro rund 4,5 Prozent im Minus. Die Großaktionäre der Hyrican Informationssysteme AG sind auch Hauptanteilseigner der im Mai an die Börse gebrachten Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa/Sangerhausen). (dpa) / (jk)