Bayern präsentiert sich zur Fußball-WM im Internet
Ministerpräsident Edmund Stoiber sieht in der WM 2006 eine große wirtschaftliche Chance für sein Bundesland. Der neue Internet-Auftritt soll neben Informationen für Investoren und Touristen aber auch Fußballfans etwas bieten.
Als erstes Bundesland präsentiert sich Bayern zur Fußball-WM 2006 im Internet. "Unter www.bayern2006.de finden Fußballfans, Journalisten, Touristen und Investoren auf der ganzen Welt topaktuelle Informationen über das Fußball-Land und Hightech-Mekka Bayern", sagte Ministerpräsident Edmund Stoiber heute in München beim Start für das Internet-Portal. Die WM 2006 sei für Bayern eine Riesenchance, "die wir nutzen wollen, nicht nur sportlich, sondern auch touristisch und für Investoren".
Nach dem Weltereignis der Fußball-Europameisterschaft rücke nun die WM 2006 in den Blickpunkt des Interesses. "Weit vor dem Anpfiff wollen wir Bayern als modernen Wirtschafts- und Kulturstandort zeigen: attraktiv, innovativ und weltoffen", betonte Stoiber. Er erwarte rund drei Millionen WM-Besucher, darunter eine Million aus dem Ausland.
Wie die Olympischen Spiele 1972 in München werde auch die WM 2006 einen enormen Schub bringen. Für den Großraum München rechne er mit einem zusätzlichen Umsatzpotenzial von bis zu einer Milliarde Euro, auch wenn man das noch nicht genau beziffern könne. Das Eröffnungsspiel in München werde von drei Milliarden Menschen am Fernseher verfolgt. "Das ist die Hälfte der Weltbevölkerung!"
Wirtschaftsminister Otto Wiesheu will Bayern vor allem für Touristen und Investoren attraktiv machen. "Für die Journalisten aus aller Welt wollen wir Bayern mundgerecht servieren", sagte Wiesheu. "Das Angebot reicht über Kultur und Kunst, Schlösser und Seen bis zu bayerischen Schmankerl." Kultusministerin Monika Hohlmeier wies insbesondere auf Ereignisse wie den internationalen Sportkongress zum Thema Fußball hin, der im Juli 2005 in München stattfindet. Aber auch Informationen zu Baudenkmälern und Museen, zum Theater, Film und Musik seien im Internet dargestellt. (dpa) / (anw)