DVD-Player bringen nur noch einen US-Dollar Gewinn

Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis für DVD-Standalone-Player von 40,80 US-Dollar soll die Marge für chinesische Hersteller mittlerweile auf einen US-Dollar pro Gerät gesunken sein.

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Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis für DVD-Standalone-Player von 40,80 US-Dollar soll die Marge für chinesische Hersteller mittlerweile auf einen US-Dollar pro Gerät gesunken sein. Dies berichtet das amerikanische Marktforschungsinstitut ISuppli unter Bezugnahme auf Verkaufszahlen aus der Guangdong-Provinz in den Monaten Januar bis Mai 2004, in denen von dort 34,5 Millionen Player exportiert worden seien. Aus dieser Provinz stammten damit 84,2 Prozent der chinesischen DVD-Player-Exporte. Damit nicht genug, wurden über 80 Prozent der im ersten Halbjahr 2004 weltweit produzierten Chipsätze für DVD-Player nach China verbracht.

Die chinesischen Hersteller, deren Produkte unter unzähligen Namen auf den Markt gebracht werden, müssen Lizenzgebühren an die Unternehmen zahlen, die die Patente für die DVD-Kerntechnologien besitzen. Schon aus diesem Grund könnten sie nach Angaben von Analyst Byron Wu gegenüber US-Medien keine höheren Gewinne einfahren. Absatzflauten würden sich zudem fatal auswirken. Alleine 30 Hersteller mussten nach Angaben von Wu im ersten Halbjahr 2004 schließen.

Auch bei den großen chinesischen Herstellern sichert nur noch der Massenmarkt den Gewinn -- und der wird laut Byron Wu auch 2004 noch nicht einbrechen: So sollen in diesem Jahr 110 Millionen chinesische DVD-Player ausgeliefert werden, immerhin 20 Millionen Geräte mehr als 2003. Einige Hersteller, darunter die Jiangsu Shinco Electronic Group, setzten laut Wu mittlerweile allerdings verstärkt auf die Produktion von DVD-Portis, die noch einen etwas höheren Gewinn versprechen. Wie hoch dieser genau ausfällt, gab iSuppli allerdings nicht bekannt. (nij)