FTC erreicht Abschaltung von Reklame-Pop-ups per Windows-Messaging
Die US-Handelsaufsicht Federal Trade Commission hat sich mit der Firma D Squared Solutions auĂźergerichtlich geeinigt.
Die US-Wettbewerbsaufsicht Federal Trade Commission (FTC) hat sich mit der Firma D Squared Solutions außergerichtlich verständigt: Man habe eine Einigung erreicht, die beinhaltet, dass die Firma keine Reklame-Pop-ups mehr per Windows Messaging Service verschickt. D Squared hatte über die Messaging-Funktion von Windows bei den überraschten Anwendern ausgerechnet Reklame für einen Pop-up-Blocker gemacht. Mit der Einigung sind keine Strafzahlungen für die Firma verbunden; auch muss sie keine Rechtsverstöße zugeben. Allerdings darf D Squared auch ihre Pop-up-Blocker-Software nicht mehr verkaufen und die Instant-Messaging-Systeme der diversen Anbieter wie Microsoft, AOL oder Yahoo nicht mehr für Werbung verwenden.
Noch Ende 2003 hatte ein Gericht den Antrag der FTC auf eine einstweilige Verfügung gegen D Suqared Solutions zurückgewiesen. Allerdings fällte das Gericht damit kein Urteil über das eigentliche Anliegen der FTC, die Pop-ups über den Messaging-Service zu verhindern; die Betroffenen seien aber nicht so sehr geschädigt, dass eine einstweilige Verfügung gerechtfertigt sei. D Squared dagegen verglich vor Gericht die eigenen Aktivitäten gar mit einer Grippeimpfung.
Spam per Windows-Nachrichtendienst hatte sich seit Ende 2002 zu einem neuen Phänomen bei der unerwünschten Online-Werbung entwickelt. Microsoft ging dann dazu über, den Messaging-Dienst, der eigentlich für das Verschicken von Nachrichten im LAN gedacht ist, standardmäßig auszuschalten; AOL geriet dafür unter Beschuss, dass der Online-Dienst die Funktion auf PCs von Kunden ohne weitere Nachfrage deaktivierte. Nachdem diese Form des Spams für einige Aufmerksamkeit und Unruhe unter den Anwendern gesorgt hatte, nahm sich selbst die US-Handelsaufsicht des Problems an. (jk)