Analyse: Ursachen des großen Stromausfalls in Spanien und Portugal im April 2025
Nun liegt der Bericht vor: Fehler, Regelverstöße und Pech führten zu einem lang andauernden Blackout auf der gesamten iberischen Halbinsel.
Messgeräte für Strom, Spannung und Leistung
(Bild: c’t Magazin/ciw)
Es war weder Sabotage noch ein Cyberangriff, sondern eine Kombination von Fehlern: In Spanien und Portugal fiel am 28. April 2025 um 12:33 Uhr mittags der Strom aus. Am 17. Juni erschien der offizielle Untersuchungsbericht dazu, der jedoch nicht alle Ursachen aufklärt.
Der Blackout gehört zu den schwerwiegendsten der vergangenen Jahre in Europa, weil er die gesamte iberische Halbinsel betraf – also eine riesige Fläche mit rund 60 Millionen Einwohnern – und mehr als sechs Stunden dauerte. Erst ab 22 Uhr war wieder knapp die Hälfte des Versorgungsbereichs angekoppelt, einige Teilnetze sogar erst am nächsten Morgen. Durch indirekte Folgen des Blackouts starben mindestens sieben Menschen; drei an Kohlenmonoxid, das ein Notstromgenerator ausstieß.
Nach dem Ausfall kursierten Spekulationen über die Ursachen. Außer den eingangs genannten Attacken wurde auch vermutet, dass der hohe Anteil regenerativer Energien den Ausfall begünstigte. Zum Zeitpunkt des Stromausfalls stammten rund 69 Prozent des in Spanien erzeugten Stroms aus Sonne (circa 59 Prozent) und Wind (10 Prozent). Solarmodule und Windräder sind über Wechselrichter mit dem Stromnetz verbunden, die sich sehr schnell abschalten können, wenn Grenzwerte für die Spannung oder die Netzfrequenz erreicht sind. Das spielte beim Blackout aber keine Rolle, so der Bericht der Arbeitsgruppe (PDF), an der mehr als 75 Personen beteiligt waren und die über 300 Gigabyte an Daten auswertete.
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