Erster bandloser Consumer-Camcorder von JVC
Mit den "Everio"-Camcordern, die statt auf DV-Band auf eine MicroDrive-Festplatte aufzeichnen, läutet der japanische Erfinder des VHS-Sytems das Ende der bandbasierten Videoaufzeichnung ein.
"Everio" nennt JVC seine neue Camcorder-Reihe, die statt auf DV-Band auf eine MicroDrive-Festplatte aufzeichnen. Damit wendet sich der japanische Erfinder des VHS-Sytems, das 1976 eingefĂĽhrt wurde, von der bandbasierten Videoaufzeichnung ab.
Die beiden jetzt für den Herbst angekündigten Geräte GZ-MC 100 und GZ-MC 200 bieten eine 10-x-Zoomoptik, einen CCD-Wandler der 2-Megapixel-Klasse, einen Slot für Compact-Flash-Speichermedien, in welchem das mitgelieferte 4-Gigabyte-Microdrive als Videomedium fungiert, sowie einen Slot für SD-Karten.
Die MPEG-2-komprimierten Videodaten werden in einer von vier wählbaren Bitraten gespeichert; in der höchsten, laut Hersteller mindestens mit DV vergleichbaren Qualitätsstufe mit 8,5 MBit/s reicht die Kapazität der mitgelieferten Microdrive-Festplatte für eine Stunde Aufnahmezeit. Bei 8,5 und 5,5 MBit/s schreibt der Camcorder mit konstanter Bitrate, bei 4,2 und 1,5 MBit/s mit variabler. Der Ton wird AC-3-komprimiert mit 384 kBit/s gespeichert.
Fotos schießen die beiden Everio-Camcorder mit maximal 1600 × 1200 Pixeln (UXGA); zudem stehen die Auflösungen 1280 × 960 (SXGA), 1024 × 768 (XGA) und 640 × 480 (VGA) zur Wahl. Die Bilder werden in einer von zwei wählbaren Qualitätsstufen JPEG-komprimiert; auf die 4-Gigabyte-Festplatte passen nach Angaben von JVC mindestens 5500 Fotos der höchsten Auflösung in bester Qualität.
Der Transfer der Video- und Fotodaten erfolgt per USB 2.0 oder durch Auswechseln der Microdrive; fĂĽr eine analoge Ăśberspielung steht ein Video-/S-Video-Ausgang bereit.
Die beiden jetzt angekündigten Modelle unterscheiden sich laut Hersteller lediglich in Größe und Bedienung; der Everio GZ-MC 100 ist etwa so groß wie ein Mobiltelefon und soll rund 1200 Euro kosten, der etwas größere GZ-MC 200 rund 1300 Euro. (uh)