Nigeria meldet Erfolge im Kampf gegen Spam-Betrüger

Die nigerianischen Strafverfolger haben laut Medienberichten über 500 E-Mail-Betrüger dingfest gemacht.

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Im Januar versprach Nigerias Finanzministerin Ngozi Okonjo-Iweala beim World Economic Forum in Davos wieder einmal, dass die Betrüger der so genannten Nigeria-Connection bald dingfest gemacht würden. Offenbar hat die nigerianische Regierung ihr Versprechen teilweise erfüllt. Die eigens für Verbrechen wie Spam-Betrug gegründete Economic and Financial Crime Commission (EFCC) teilt laut Medienberichten mit, es seien mehr als 500 Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen sich insgesamt 500 Millionen US-Dollar erschlichen haben. Unter den Verdächtigen, deren Namen nicht bekannt gegeben wurden, befinden sich laut den Berichten Politiker, Anwälte und Banker.

Nigeria hat einen eigenen Strafrechts-Paragrafen für den "Vorauskasse-Betrug" eingeführt. Auf dieser rechtlichen Grundlage agiert die EFCC. Sie will künftig Internet-Providern und Behörden eine Software anbieten, mit der anhand von Schlüsselbegriffen betrügerischer Spam herausgefiltert werden kann. Dabei handelt es sich um E-Mails, die oft von einer "Witwe eines afrikanischen Diktators" oder anderen dubiosen Absendern stammen. Sie versprechen viel Geld für die Mithilfe, um Millionensummen ins Ausland zu transferieren. (anw)