PC-Ware setzt wieder auf Wachstum
Nach einem guten Start ins neue Geschäftsjahr mit einem Quartalsgewinn von 3,1 Millionen Euro vor Steuern will der sächsische IT-Dienstleister auch über das Gesamtjahr wachsen. So soll etwa im Ausland tätigen PC-Ware-Kunden verstärkt Service und Beratung vor Ort geboten werden.
Der sächsische IT-Dienstleister PC-Ware setzt nach dem schweren Gewinneinbruch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder auf Wachstum. Der Start in das neue Jahr 2010/2011 sei sehr positiv, sagte Finanzvorstand Thomas Reich am Mittwoch in Leipzig. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 226,5 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn kam aus dem Minus und kletterte auf 3,1 Millionen Euro. Das zweite Quartal laufe erfahrungsgemäß schwächer. Ziel übers Jahr sei ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 17,8 Millionen Euro.
PC-Ware habe im vorigen Jahr die Kernfelder Softwarelizenzierung und Rechenzentren umstrukturiert und neu ausgerichtet und damit die Weichen für weiteres Wachstum gestellt, sagte Vorstandschef Klaus Elsbacher. Erst kürzlich hatte sich das Unternehmen über eine Kapitalerhöhung mit frischem Geld in Höhe von knapp 36 Millionen Euro versorgt.
Bisher ist PC-Ware besonders stark in Europa vertreten. Er setze weiter darauf, im Ausland tätigen PC-Ware-Kunden vor Ort Service und Beratung zu bieten, sagte Elsbacher. Daher sei etwa im vorigen Herbst eine Niederlassung in Algerien eröffnet worden. PC-Ware ist in 26 Ländern vertreten und hat insgesamt 1700 Mitarbeiter, davon gut 500 in Deutschland.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/2010 (31. März) hatte der börsennotierte Konzern mit einem Umsatz von 826,2 Millionen Euro einen Rückgang um 7 Prozent verbucht. Der Gewinn brach um 98 Prozent auf 200.000 Euro ein. Finanzchef Reich begründete dies mit der Umstrukturierung und außergewöhnlich hohen Abschreibungen von mehr als 23 Millionen Euro. "Wir haben unsere Bilanz aufgeräumt", sagte Reich. Die PC-Ware Information Technologies AG war 2008 von der Wiener Raiffeisen Informatik übernommen worden, der mittlerweile 95,4 Prozent der Anteile gehören. (pmz)