50 GBit/s mit Silizium-Hybrid-Lasern

Auf dem Wege hin zu Terabit/s haben in den Intel Labs optische Links mit Hybrid-Lasern aus Indium-Phosphid und Silizium nun 50 GBit/s erreicht.

vorlesen Druckansicht 33 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Andreas Stiller

Ziel der optischen Links sind ein Terabit/s mit 25 Kanälen à 40 GBit/s

(Bild: Intel)

Im Herbst 2006 hatte Intel und die Universität von Kalifornien (UCSB ) einen Silizium-Hybrid-Laser vorgestellt. Zwei Jahre später führten Intel Cheftechnologe Justin Rattner und Professor Brian Koch auf dem IDF einen Prototypen vor – damals war es nur ein Kanal mit 3,2 GBit/s. Nun hat man vier Kanäle mit je 12,5 GBit/s am Laufen. Ziel sind 25 Kanäle zu je 40 GBit/s, was dann eine Transferleistung von einem Terabit/s erbringt.

Aber es wird noch einige Zeit dauern, bevor man Produkte mit Hybrid-Lasern auf den Markt bringen kann. Intel spricht von drei bis fünf Jahren. Vorher, nämlich noch in diesem Jahr, sollen im Rahmen der Light-Peak-Technik elektrische Signale in optische gewandelt und über Glasfaser über weite Strecken mit 10 GBit/s pro Kanal transferiert werden. Hierbei kommen aber noch normale Mikrolaser zum Einsatz.

Die Laser waren das letzte noch fehlende Glied in der Kette, um den optischen Datenverkehr weitgehend komplett in Siliziumtechnik abwickeln zu können. Für die Erzeugung des Laserlichtes benötigt man allerdings noch eine Schicht Indium-Phosphid, die zunächst auf einem eigenen Wafer hergestellt und dann einem Plasma-Prozess auf einen Silizium-Wafer "aufgeklebt" wird. Das Silizium dient dem Laser als sogenanntes Waveguide, um das Licht zu reflektieren und zu verstärken.

Optischen Links, davon ist Intel-Entwickler Dr. Mario Paniccia überzeugt gehört die Zukunft. Das heute noch dominierende Kupfer ist bei rund 10 GBit/s pro Kanal weitgehend ausgereizt. Mit vielen Tricks ist aber auch deutlich mehr drin, Forscher schafften schon 100 GBit/s über 70 m. (as)