Elmos-Chef: Halbe Milliarde Euro Umsatz bis 2010
Der Dortmunder Halbleiterhersteller, der vor allem Chips für die Autoindustrie produziert, will in den kommenden Jahren weiter kräftig wachsen.
Der Dortmunder Halbleiterhersteller Elmos Semiconductor will in den kommenden Jahren weiter kräftig wachsen und peilt für 2010 die Umsatzmarke von einer halben Milliarde an. "Unser Ziel ist es weiter, in den nächsten Jahren beim Umsatz um 20 Prozent zu wachsen. Die Marke von 500 Millionen Euro im Jahr 2010 halte ich für realistisch", sagte Vorstandschef Knut Hinrichs am Dienstag in einem Gespräch mit der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX.
Das erste Halbjahr 2004 sei "außerordentlich gut" gelaufen, sagte Hinrichs. Dies gelte auch für das zweite Quartal, für das an diesem Mittwoch die Zahlen vorgelegt werden sollen. In diesem Jahr bewege sich der Umsatz voraussichtlich zwischen 143 Millionen und 146 Millionen Euro, sagte Hinrichs. Das Ergebnis je Aktie werde bei rund 0,80 Euro liegen. Das entspräche einem Überschuss von etwa 15 nach 10 Millionen Euro im Vorjahr. "Wir machen 2004 einen ganz erheblichen Ergebnissprung." Für 2005 peile Elmos rund 170 Millionen Euro und für 2006 zwischen 200 Millionen und 210 Millionen Euro Umsatz an.
Wachstum soll unter anderem ein neues optische System bringen. Hier hat Elmos nach eigenen Angaben kürzlich einen großen Telekomanbieter als Kunden gewonnen. Umsatzwirksam sollen die Anwendungen von 2006 an werden. "Der Telecombereich ist neben dem Automobil-Bereich eine weitere Säule, mit der Elmos zusätzliche Märkte erschließen kann", sagte Hinrichs.
Im vergangenen Jahr hatte Elmos bei einem Umsatz von 121,4 Millionen Euro einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 21,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss lag bei 10 Millionen Euro. Elmos produziert momentan vor allem Chips für die Automobilindustrie. Die Chips kommen unter anderem in ABS-Systemen, Airbags, bei Gurtstraffern oder in der Klimaanlagenregelung zum Einsatz. Das Dortmunder Unternehmen beschäftigt etwa 900 Mitarbeiter, davon knapp 600 in Dortmund. (dpa) / (jk)