Kritik am Vorgehen der Telekom im Preselection-Markt

Die Konkurrenten der Deutschen Telekom werfen dem Ex-Monopolisten laut einem Zeitungsbericht massive Wettbewerbsbehinderungen im Preselection-Markt vor.

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Von
  • Torge Löding

Die Konkurrenten der Deutschen Telekom werfen dem Ex-Monopolisten laut einem Zeitungsbericht massive Wettbewerbsbehinderungen im Preselection-Markt vor. Nach Informationen der Zeitung Die Welt hat der größte Telekom- Konkurrent Arcor deshalb ein Missbrauchsverfahren bei der Regulierungsbehörde beantragt.

Der Geschäftsführer des Wettbewerberverbands VATM, Jürgen Grützner, sagte dem Blatt, in jüngster Zeit mehrten sich Beschwerden von Preselection-Kunden darüber, dass die Telekom die auf die Wettbewerber voreingestellten Telefonanschlüsse auf ihr eigenes Netz zurückstellt. Dies passiere, ohne dass die betroffenen Kunden schriftlich ihr Einverständnis dazu gegeben hätten, in einigen Fällen sogar gegen deren Willen.

Die Telekom fordere von den Wettbewerbern, die Kundenaufträge samt deren Unterschrift einzureichen. Im Arcor-Antrag an den Regulierer heiße es, die Umsetzung von Aufträgen sei dann lahm gelegt. Der Anbieter Tele 2 argumentiere, dass dann wesentlich höhere Kosten bei der Kundenakquise entstünden. Die Telekom wies die Vorwürfe dem Bericht zufolge zurück und erklärte ihr Vorgehen für völlig legal. (tol)