Wie die Zukunft des Fernsehens aussieht
Auf dem IFA Kick-Off diskutierten TV-Hersteller über IP-Streaming, den Vorteil eigener Betriebssysteme und die Frage, ob der Fernseher den Rahmen verlässt.
Fernseher am IFA-Stand
(Bild: heise online)
Anfang Juli 2025 traf sich die Branche für Unterhaltungselektronik in Berlin zum IFA Kick-Off. In einer Podiumsdiskussion unter den TV-Herstellern ließen sich einige TV-Trends erkennen. Ein Thema war der neue TV-Standard Digital Video Broadcasting – Internet. Als offener Standard beschreibt DVB-I die Übertragung von Audio- und Videodiensten über das Internetprotokoll (IP). Acht Prozent der Zuschauer empfangen schon heute das TV-Signal ohne DVB-Tuner, erklärte Blume beim IFA-Auftakt.
Per DVB-I soll der TV-Empfang künftig nahtlos funktionieren und unabhängig davon, ob das Fernsehgerät per Satellit, Kabel, Antenne oder Internet verbunden ist. "Die Nutzer müssen sich nicht mehr fragen, wo das Signal eigentlich herkommt", bringt es Volker Blume von Philips respektive TP Vision auf den Punkt. So soll der Fernsehempfang per IP-Streaming starten, ohne dass man eine spezielle App oder Webseite öffnen muss.
In Zukunft könnten sich die Kunden ihr TV-Programm selbst zusammenstellen. "Aufgabe der TV-Hersteller ist es, dieses Nutzererlebnis möglichst einfach zu gestalten", forderte Blume. Die öffentlich-rechtlichen Sender von ZDF und ARD scheinen mit ihrem gemeinsamen Streamingangebot schon auf dem richtigen Weg. Und dass die IP-Übertragung auch ohne große Verzögerungen funktionieren kann, bewies das ZDF jüngst während der Fußball-EM: Die Latenz des IP-Streams gegenüber dem schnellsten DVB-Empfangsweg per Satellit lag bei unter zwei Sekunden, im normalen Programm ohne Fußballübertragung sogar bei nur einer Sekunde.
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