MyDoom-Autoren verschicken Bewerbung per Wurm
Vier neue MyDoom-Varianten versuchen seit dem Wochenende Windows-Systeme zu infizieren. Zwei Versionen tragen Kurzbewerbungen der Autoren in sich.
Vier neue MyDoom-Varianten versuchen seit dem Wochenende, Windows-Systeme zu infizieren: MyDoom .S, .T, .U und .V verbreiten sich als Anhang per Mail, installieren Backdoors auf dem PC und laden weitere Programme aus dem Internet nach. Derzeit ist ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit noch eher gering. Nach Angaben der Virenspezialisten von Sophos enthalten die Versionen U und V sogar versteckte Bewerbungen der Autoren fĂĽr Jobs bei Herstellern von Antivirensoftware: "We searching 4 work in AV industry."
Graham Cluley von Sophos meint dazu nur: "Die wĂĽrde niemand in der Antiviren-Industrie auch nur mit der Kneifzange anfassen. Ganz einfach: Wenn du einen Virus schreibst, werden wir Dich nie einstellen." Ohnehin sei ein guter Wurmschreiber noch lange kein guter Entwickler von Antivirensoftware.
Dass dies nicht alle so sehen, beweist der Fall des 18-jährigen Autors des Sasser-Wurms. Als der händeringend nach einer Lehrstelle in der Computer-Branche suchte, erhielt er mehrere Angebote -- unter anderem auch von Herstellern von Sicherheitssoftware. Mittlerweile hat er wohl auch einen Ausbildungsvertrag erhalten.
Siehe dazu auch: (dab)
- Virus Threat List von Symantec
- Die Antiviren-Seiten von heise Security informieren ĂĽber den Schutz vor Viren, WĂĽrmern und Trojanischen Pferden