Jenoptik-Chef sieht Aufwärtstrend
Der Technologie-Konzern Jenoptik profitiert von anziehenden Aufträgen aus der Halbleiterindustrie und will nach dem Einbruch im Vorjahr wieder Geld verdienen.
Der Technologie-Konzern Jenoptik profitiert von anziehenden Aufträgen aus der Halbleiterindustrie und will nach dem Einbruch im Vorjahr wieder Geld verdienen. Vorstandschef Alexander von Witzleben bekräftigte am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen seine Umsatz- und Ertragsprognose für 2004. Danach soll das größte börsennotierte Unternehmen Ostdeutschlands einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 45 bis 60 Millionen Euro erwirtschaften. Beim Umsatz peilt der Konzern mit rund 10 000 Beschäftigten deutlich über 2,0 Milliarden Euro an.
"Unsere Zahlen 2003 waren nicht gut. Jetzt müssen wir nachweisen, dass es besser wird", sagte von Witzleben angesichts des in den vergangenen Wochen eingebrochenen Aktienkurses. Am Mittwochmittag notierten Jenoptik-Papiere mit 6,10 Euro knapp drei Prozent im Minus. Die Rückkehr in die Gewinnzone begründete der 40-jährige Konzernlenker mit Umstrukturierungen in deutschen Niederlassungen und gut gefüllten Auftragsbüchern. Der Auftragseingang lag mit 1,4 Milliarden Euro fast 18 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2003. Insgesamt verfügt Jenoptik über einen Auftragsbestand von 3,2 Milliarden Euro (plus 9,6 Prozent).
In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Konzernumsatz um 13 Prozent auf 752,9 Millionen Euro. Der Verlust vor Zinsen und Steuern lag mit 8,4 Millionen Euro um 4,8 Millionen Euro niedriger als im Vorjahreszeitraum, der Fehlbetrag verringerte sich nur geringfügig auf 19,3 Millionen Euro. Ohne Restrukturierungskosten wäre das Halbjahresergebnis bereits positiv ausgefallen, sagte der Vorstandsvorsitzende, der seit einem Jahr im Amt ist. Er rechnet mit einem guten zweiten Halbjahr, in das die meisten Abrechnungstermine für Fabrik-Projekte fallen. "Es ist tendenziell stärker." (dpa) / (jk)