Konzept für besseren Bürgerservice im Internet

Geht es nach den Projektergebnissen von "Regio@KomM" der Uni Münster, sollen die Internetseiten der kommunalen Verwaltungen künftig umfangreicher und für die Nutzer übersichtlicher sein.

vorlesen Druckansicht 24 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Die Internetseiten der kommunalen Verwaltungen sollen künftig umfangreicher und für die Nutzer übersichtlicher sein. Das Projekt "Regio@KomM" der Universität Münster hat ein Konzept erstellt, das diesen Bürgerservice nach und nach verbessern könne, sagte Prof. Jörg Becker vom Institut für Wirtschaftsinformatik. Bankgeschäfte oder Reisebuchungen würden zunehmend über das Internet abgewickelt. Auch die kommunalen Verwaltungen sollten die Dienstleistungen überarbeiten und verstärkt im Internet anbieten.

Bisher hätten nur wenige Kommunen ihre Organisation an das Electronic Government angepasst, sagte Becker. Zu hohe Einführungs- und Betriebskosten hielten sie bislang davon ab. In Zusammenarbeit mit sechs Behörden aus dem Münsterland, darunter Bocholt und Rheine, entwarfen zwölf Studenten der Universität Münster "Regio@KomM", das zunächst im Münsterland Anwendung finden werde. Das Projekt sei aber auch für andere Kommunen interessant.

Nach dem Motto "Die Daten sollen laufen, nicht die Bürger", erarbeiteten die Studenten das Konzept, das auch die Abläufe in den Verwaltungen vereinfache, erklärte Becker während der Präsentation der Projektergebnisse am heutigen Montag. Zu den Lösungen der 270 Seiten starken Konzeption zähle vor allem Prozessorientiertheit: "Anträge, die als Mail eingehen, sollten auch per Mail beantwortet werden", schlugen die Studenten etwa vor. (dpa) / (jk)