Elektronik-Fehler führt zu Überhitzung bei Volvo-PKW
In der größten Rückrufaktion der Firmengeschichte muss Volvo bei 460.000 Autos die elektronische Steuerung der Motorkühlung korrigieren.
Kaum ein KFZ-Hersteller, der nicht mit Elektronik, Software und Hightech-Ausstattung das Autofahren komfortabler und die Wartung in der Werkstatt einfacher machen will. Doch die Tücken der Technik lassen für manchen Kunden den PKW zum IT-Sicherheitsrisiko werden. Nachdem vor kurzem erst Softwarefehler bei Mercedes-Dieseln für Aufsehen sorgten, können nun Defekte in der elektronischen Steuerung der Motorkühlung bei Volvo-Personenwagen zur Überhitzung führen.
Der Fehler tritt bei den Modellen S60, S80, V70 und XC70 aus den Baujahren 2000 und 2001 auf, erklärte Volvo, einzelne Modelle aus dem Jahr 1999 seien ebenfalls betroffen. Die fehlerhaft arbeitende Elektronik hat Bosch an Volvo geliefert -- wer für den Fehler, der vor allem bei langsamer Fahrt bei hohen Außentemperaturen zur Überhitzung führen kann, verantwortlich ist, steht laut Volvo noch nicht fest. Insgesamt 460.000 Fahrzeuge weltweit ruft der schwedische Hersteller daher in die Werkstätten zurück. Laut dpa erhalten in Deutschland rund 40.000 Besitzer eines Volvo-PKW eine Aufforderung zum Werkstattbesuch -- der für die Halter zumindest kostenlos bleibt.
Zum Thema Informationstechnik und Elektronik im Auto siehe auch: (jk)
- Wird das Auto zu komplex?, Titelgeschichte in Technology Review 7/2004
- IT-Sicherheit für das Auto
- Automobil-Elektroniker wollen mit Standards die Kurve kriegen
- Rad am Draht, Innovationslawine in der Autotechnik, c't 14/2003, S. 170