"Motherboard" -- Künstler interpretieren Computer-Hardware
Noch bis zum 19. September zeigt die Deutsche Arbeitsschutz-Ausstellung in Dortmund die Ausstellung "Motherboard -- Reinkarnation eines Computerboards".
Noch bis zum 19. September zeigt die Deutsche Arbeitsschutz-Ausstellung in Dortmund (DASA) die Ausstellung "Motherboard -- Reinkarnation eines Computerboards". Fünf Künstler unterschiedlicher Nationalität haben sich mit Computer-Hardware auseinander gesetzt, genauer: mit den speziellen Parallelrechner-Mainboards, die in den 80er Jahren für das deutsche Supercomputer-Projekt SUPRENUM (SUper-REchner für NUMerische Anwendungen) entwickelt wurden.
Die von Multi-Art International auch für das Web aufbereitete Ausstellung zeigt "das Motherboard als Gehirn -- oder doch eher als Seele (...) des SUPRENUM -- reinkarniert" und war zuvor schon im Deutschen Museum Bonn und im Fraunhofer-Institut für graphische Datenverarbeitung (IGD) in Darmstadt zu sehen.
Das vom Forschungsministerium geförderte und vorrangig von der ehemaligen, mittlerweile mit der Fraunhofer-Gesellschaft fusionierten Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung (GMD) betreute SUPRENUM-Projekt startete 1985 und scheiterte nach seiner Fertigstellung 1990 -- kaum jemand kaufte die leistungsfähigen Parallelrechner, die als Alternative zu den zuvor im Supercomputing dominierenden Vektorrechnern entwickelt wurde. Doch das SUPRENUM-Projekt führte zu einem enormen Wissensschub im Bereich der Parallelsisierung von numerischen Problemen, und heute sind die meisten Supercomputer (aber eben nicht alle) als Parallelsysteme oder Cluster konstruiert. (ciw)