Makey:Lab: Der leichte IoT-Einstieg für junge Maker
Deine Werkstatt, deine Ideen, deine Community. Eine kompakte Lern- und Experimentierplattform für junge Maker ab 14 Jahren
Der Einstieg in eigene IoT-Projekte mit Makey:Lab und Playbook.
- Daniel Bachfeld
- Alexander Panknin
Makey:Lab ist eine offene IoT-Plattform für alle, die moderne Technik nicht nur konsumieren, sondern begreifen und gestalten wollen. Entwickelt vom Make-Magazin gemeinsam mit dem Umweltcampus Birkenfeld verbindet Makey:Lab Hardware, Software und Projekte zu einem praxisnahen Einstieg in Sensorik, Vernetzung und Programmierung.
Statt trockener Theorie stehen eigene Ideen im Mittelpunkt: messen, auswerten, reagieren, vernetzen. Schritt für Schritt – ohne Vorkenntnisse, aber mit echter technischer Tiefe.
Überblick
- Was Makey:Lab ist – und was nicht
- Die Hardware: ein Labor auf einer Platine
- Programmieren mit Blöcken und echtem Code
- Lernen mit dem Makey:Lab-Playbook
- Projekte mit Bezug zum Alltag
- Wer hinter Makey:Lab steht
Was ist Makey:Lab?
Makey:Lab ist eine robuste Lern- und Experimentierplattform rund um das Internet der Dinge. Sensoren, Anzeige, Bedienelemente und WLAN sind bereits integriert. Das erspart Kabelsalat und ermöglicht einen schnellen Start in eigene Projekte – zu Hause, in der Schule oder im Workshop.
Im Mittelpunkt steht nicht das Nachbauen vorgegebener Schaltungen, sondern das Verstehen von Zusammenhängen:
Wie entstehen Messwerte?
Wie werden sie verarbeitet?
Wie reagieren Systeme auf ihre Umwelt?
Makey:Lab ist bewusst nicht als klassisches Lernsystem gedacht. Es gibt keinen festen Lehrplan und keinen Leistungsdruck. Stattdessen lädt die Plattform dazu ein, sich Themen selbstständig und im eigenen Tempo zu erschließen. Ausgangspunkt sind Fragestellungen aus dem Alltag – von Raumklima über Vernetzung bis hin zu Zukunftstechniken – nicht abstrakte Beispiele oder isolierte Schulbuchaufgaben.
Ein Labor auf einer Platine
Makey:Lab bündelt viele bekannte IoT-Bausteine auf einer einzigen Platine: Klima- und Umweltsensoren, Display, LEDs, Taster, Dreh-Encoder und einen leistungsfähigen ESP32 mit WLAN. Erweiterungsanschlüsse machen das System offen für zusätzliche Sensoren und Aktoren, eine Kontaktleiste erlaubt die Nutzung micro:bit-kompatibler Hardware.
Das Ergebnis ist eine kompakte, tragbare Plattform – ohne lose Kabel, ohne Vorbereitungsaufwand.
Programmieren ohne Einstiegshürden
Gesteuert wird Makey:Lab über eine eigene, blockbasierte Entwicklungsumgebung. Funktionen wie Sensorabfrage, Anzeige oder WLAN-Kommunikation lassen sich über grafische Bausteine kombinieren.
Unter der Oberfläche entsteht echter C++-Code für den ESP32. Dieser Code ist jederzeit sichtbar und editierbar. So bleibt der Übergang von Blocklogik zu klassischer Programmierung fließend – und nachvollziehbar.
Lernen mit dem Playbook
Das beiliegende Makey:Lab-Playbook ist kein reines Handbuch, sondern ein Arbeitsbuch. Auf über 200 Seiten verbindet es Einführung, Erklärung und Projektarbeit.
Nach den Grundlagen folgen Projekte mit Alltagsbezug: Wetter, Raumklima, Luftqualität, Geräusche, Licht oder vernetzte Anwendungen. Technik wird nicht abstrakt erklärt, sondern im eigenen Umfeld erfahrbar gemacht.
Projekte mit echtem Bezug
Makey:Lab misst nicht nur Werte – es macht sie verständlich. Beispiele:
Eine Lüftungsampel zeigt, wann frische Luft nötig ist.
Ein Raumklima-Projekt hilft, Schimmel zu vermeiden.
Eine einfache Alarmanlage demonstriert, was Vernetzung bedeutet.
So wird aus „Internet of Things“ etwas Konkretes – und Eigenes.
Wer hinter Makey:Lab steht
Makey:Lab ist aus der praktischen Lehre entstanden. Am Umwelt-Campus Birkenfeld setzt Prof. Dr. Klaus-Uwe Gollmer seit Jahren IoT-Plattformen in Studium, Projekten und Workshops ein. Das Hardwaredesign stammt von Guido Burger (FabLab.eu). Die Make-Redaktion bringt ihre Erfahrung ein, komplexe Technik verständlich aufzubereiten.
Gemeinsames Ziel: Technik so vermitteln, dass sie verstanden, hinterfragt und weiterentwickelt werden kann.
Weitere Informationen
Makey:Lab befindet sich aktuell in der finalen Produktionsphase und wird demnächst zusammen mit dem Playbook im Heise-Shop erhältlich sein.
Auf dieser Seite gibt es bis dahin weitere Informationen, Einblicke und erste Auszüge.
- Infos zur Hardware, Software und Motiviation von Makey:Lab
- Erste Schritte mit Makey:Lab
- Probeartikel zum Playbook
- Online-Forum zum Makey:Lab
Unserer Kooperationspartner
- Umweltcampus Birkenfeld, Hochschule Trier, Prof. Dr. Klaus-Uwe Gollmer
- IoT-Werkstatt Guido Burger
(dab)