SAP gegen Branchentrend mit Erlös- und Softwarelizenzplus
Das Unternehmen rechnet fĂĽr das zweite Quartal mit einer Umsatzsteigerung von 9 Prozent.
Der führende deutsche Softwareanbieter SAP rechnet für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2004 mit einem Anstieg der Erlöse und des Softwarelizenzumsatzes. Wie das Unternehmen heute in Walldorf mitteilte, wird der Gesamtumsatz nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal um rund 9 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro steigen. Bei den Softwarelizenzumsätzen werde von einem Plus von etwa 17 Prozent zum Vorjahr auf rund 495 Millionen Euro ausgegangen. Das operative Ergebnis werde zwischen 380 Millionen bis 390 Millionen Euro liegen. Die detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal 2004 will SAP am 22. Juli veröffentlichen.
"Die verschiedenen Vorabveröffentlichungen in der IT-Industrie haben SAP dazu veranlasst, die vorläufigen Zahlen für das 2. Quartal zu veröffentlichen", teilte das Unternehmen weiter mit. Der US-amerikanische Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Siebel hatte am Donnerstag vorläufige Geschäftszahlen zum zweiten Quartal herausgegeben. Danach wird das Unternehmen ein deutlich schlechteres Ergebnis erwirtschaften als von Analysten erwartet.
Zuvor hatte eine Reihe von Softwarehäusern mit Umsatz- und Gewinnwarnungen für das zweite Quartal die Märkte in den USA und Europa geschockt. Auf Umsatz- und Gewinnseite seien die Erwartungen nicht mehr zu halten, berichteten Unternehmen wie PeopleSoft, Secure Computing, Ascential oder Kana. Die Kurse der meisten Softwarehersteller brachen daraufhin ein. Auch in Deutschland wurde die SAP-Aktie von dem Rutsch erfasst und hatte um über 2 Prozent nachgegeben. (anw)