WLAN für Nikons Digitalkameras

Mittels PTP/IP-Protokoll (Picture Transfer Protocol over Internet Protocol) will Nikon den Transfer von Bilddaten per WLAN vereinfachen.

vorlesen Druckansicht 64 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Richard Jahn

Nikon plant den verstärkten Einsatz von WLAN für seine Digitalkameras. Für die D2H gibt es bereits den Wireless Transmitter WT-1, mit dem die Bilddaten allerdings umständlich per ftp (File Transfer Protocol) übertragen werden. Dabei müssen Kamera und PC entsprechend konfiguriert sein. Das neue PTP/IP-Protokoll (Picture Transfer Protocol over Internet Protocol), das von FotoNation entwickelt wurde, soll diesen Vorgang deutlich vereinfachen. Nikon vergleicht es mit der Einfachheit heutiger USB-Verbindungen.

PTP/IP wird in Zusammenarbeit mit FotoNation für Nikon Digitalkameras umgesetzt, ein neuer WLAN-Sender mit PTP/IP für High-End DSLRs soll "sehr bald", vermutlich auf der Photokina in Köln (28. 9. bis 3. 10.), vorgestellt werden (Halle 2.2, Stand D33). Dieser versteht auch das beim WT-1 übliche ftp, soll aber eine schnellere Datenübertragung ermöglichen, was auf ein Funknetz nach dem IEEE-802.11g-Standard schließen lässt. Im Unterschied zu 11b, das mit Netto-Datenraten von etwa 700 KByte/s langsamer als USB 1.1 ist, erreicht 11g immerhin knapp 3 MByte/s.

Mit der neuen Technik sollen nicht nur Nikons digitale Spiegelreflexkameras, sondern auch Modelle der Coolpix-Reihe ausgestattet werden. Nikon erhofft sich künftig weitere Innovationen wie die drahtlose Übertragung der Bilder auf Fernsehgeräte, zum CD/DVD-Brenner oder direkt zum Drucker.

Auch das von Microsoft propagierte Media Transfer Protocol (MPA) versteht sich mit PTP/IP, erweitert dieses aber zusätzlich mit der Fähigkeit, auch Audio- und Videodaten schnurlos zu übertragen. (rij)