WLAN für Nikons Digitalkameras
Mittels PTP/IP-Protokoll (Picture Transfer Protocol over Internet Protocol) will Nikon den Transfer von Bilddaten per WLAN vereinfachen.
Nikon plant den verstärkten Einsatz von WLAN für seine Digitalkameras. Für die D2H gibt es bereits den Wireless Transmitter WT-1, mit dem die Bilddaten allerdings umständlich per ftp (File Transfer Protocol) übertragen werden. Dabei müssen Kamera und PC entsprechend konfiguriert sein. Das neue PTP/IP-Protokoll (Picture Transfer Protocol over Internet Protocol), das von FotoNation entwickelt wurde, soll diesen Vorgang deutlich vereinfachen. Nikon vergleicht es mit der Einfachheit heutiger USB-Verbindungen.
PTP/IP wird in Zusammenarbeit mit FotoNation für Nikon Digitalkameras umgesetzt, ein neuer WLAN-Sender mit PTP/IP für High-End DSLRs soll "sehr bald", vermutlich auf der Photokina in Köln (28. 9. bis 3. 10.), vorgestellt werden (Halle 2.2, Stand D33). Dieser versteht auch das beim WT-1 übliche ftp, soll aber eine schnellere Datenübertragung ermöglichen, was auf ein Funknetz nach dem IEEE-802.11g-Standard schließen lässt. Im Unterschied zu 11b, das mit Netto-Datenraten von etwa 700 KByte/s langsamer als USB 1.1 ist, erreicht 11g immerhin knapp 3 MByte/s.
Mit der neuen Technik sollen nicht nur Nikons digitale Spiegelreflexkameras, sondern auch Modelle der Coolpix-Reihe ausgestattet werden. Nikon erhofft sich künftig weitere Innovationen wie die drahtlose Übertragung der Bilder auf Fernsehgeräte, zum CD/DVD-Brenner oder direkt zum Drucker.
Auch das von Microsoft propagierte Media Transfer Protocol (MPA) versteht sich mit PTP/IP, erweitert dieses aber zusätzlich mit der Fähigkeit, auch Audio- und Videodaten schnurlos zu übertragen. (rij)