10 Gigabit für´s Rechenzentrum – TLK nimmt Arista Networks unter Vertrag

Die Nachfrage von Rechenzentren nach Hochleistungs-Switches als Folge des Cloud-Computing-Trends steigt. Der Vertragsabschluss von TLK mit der amerikanischen Firma Arista Networks ist daher einleuchtend: Deren 10-Gigabit-Ethernet-Systeme heben sich laut Hersteller vom Mitbewerb durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und niedrige Betriebskosten aus.

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Von
  • Karl Fröhlich

Arista verspricht für seine Switches Betriebskosten von 24 Dollar pro Port im Jahr und liegt damit bis zu einem Sechstel niedriger als der Mitbewerb.

(Bild: Arista)

Der weltweite Umsatz mit 10-GBE-Switches und entsprechenden Adapterkarten stieg der Markforschungsgesellschaft Infonetics zufolge um 32 Prozent – trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage. Der Grund: Der Datenverkehr in Rechenzentren und Cloud-Computing-Umgebungen nimmt explosionsartig zu.

“Switches, die nur 1 Gigabit pro Sekunde unterstützen, entwickeln sich im Datacenter deshalb schnell zum Flaschenhals“, erläutert Martin Twickler, Geschäftsleiter der TLK Distributions GmbH. Er rät Systemhäusern, ihren Kunden die Umstellung auf 10-Gigabit-Systeme zu empfehlen. “Diese sind mittlerweile zu vernünftigen Preisen zu bekommen.“

Aus diesem Grund hat der Münchner Distributor auch die High-End-Lösungen der amerikanischen Firma Arista Networks in sein Programm aufgenommen. Die Firma wurde vor sechs Jahren vom deutschen Computer- und Netzwerkpionier Andreas von Bechtolsheim und David Cheriton, Professor an der Stanford University, gegründet. Arista Networks zählt inzwischen zu den etablierten Anbietern von Hochleistungs-Switches für Datencenter und große IT-Umgebungen.

Arista verspricht sich von dem Distributionsvertrag mit TLK einen verbesserten Zugang zum deutschsprachigen Raum und den Vertrieb durch qualifizierte Fachhandelspartner, “die die richtige Klientel für unsere Produkte bedienen“, erklärt Bechtolsheim.

Eine Menge: 384 Ports für 10-Gigabit-Ethernet

Andreas von Bechtolsheim, Gründer und Chief Development Officer Arista Networks

(Bild: Arista)

Arista Networks bietet derzeit drei Switches an. Das Flaggschiff ist der Arista 7500 mit 384 Ports für 10-Gigabit-Ethernet. Das ist derzeit die höchste Port-Zahl, die ein System dieser Kategorie bereitstellt. Das System Arista 7500 ist für einen Durchsatz von bis zu 9,6 Terabit pro Sekunde ausgelegt. Der Hersteller verspricht Betriebskosten von 24 Dollar pro Port im Jahr – ein Sechstel bis ein Zehntel dessen, was bei Konkurrenzprodukten anfällt.

Ergänzt wird das Portfolio von der Arista-7100-Linie mit drei Modellen und der Arista 7048. Als Betriebssystem verwendet Arista das modulare, auf Linux basierende Betriebssystem EOS (Extensible Operating System), bei dem sich jedes Modul separat updaten lässt. Dies erhöht die Verfügbarkeit der Produkte. (gs)