Smartphone reparieren: So teuer sind die Ersatzteile bei Apple, Samsung & Co.
Die EU zwingt Smartphonehersteller, Ersatzteile an Endkunden zu verkaufen, macht aber keine Vorgaben zum Preis. Manche Hersteller nutzen das aus.
(Bild: Andreas Wodrich / heise Medien)
Smartphones sollen langlebiger werden. Das ist der erklärte Wille der EU. Um das zu erreichen, hat sie eine Reihe von Rechtsakten verabschiedet, die Hersteller unter anderem verpflichten, Ersatzteile an Endkunden zu verkaufen und Reparaturanleitungen bereitzustellen. Doch die EU-Gesetze haben Lücken, die Hersteller ausnutzen können, um Reparaturen weiterhin zu erschweren.
Die im Juni 2025 in Kraft getretene Ökodesign-Verordnung besagt, dass Hersteller bestimmte Smartphonekomponenten an Endkunden und freie Werkstätten verkaufen müssen. Allerdings macht die EU keine Vorgaben zu den Preisen, was Reparaturinitiativen scharf kritisieren. So bleibt Herstellern die Möglichkeit, Reparaturen zu verhindern, indem sie Mondpreise für Ersatzteile aufrufen. Tatsächlich passiert das vereinzelt, unsere Stichprobe zeigt allerdings auch, dass viele Komponenten erschwinglich sind.
- Smartphonehersteller mĂĽssen in der EU Ersatzteile direkt an Kunden liefern.
- Die Preise variieren je nach Hersteller extrem.
- Reparaturexperten beobachten seit dem Inkrafttreten der neuen EU-Vorgaben immerhin Verbesserungen beim Gerätedesign.
Auch auf das Gerätedesign wirken sich die Regeln aus, wenn auch nicht so stark, wie es zwischenzeitlich den Anschein hatte. Denn in letzter Sekunde hat die EU-Kommission einen Passus aus der Verordnung gestrichen: Zwar müssen Hersteller auch Ersatzbildschirme an Endkunden liefern, aber die Reparatur selbst muss nicht von Laien durchführbar sein. Dennoch ist erkennbar, dass Hersteller in den vergangenen ein, zwei Jahren ein paar reparaturfreundliche Entscheidungen ins Smartphonedesign haben einfließen lassen.
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