DIY-Filament-Loader für deinen 3D-Drucker

Schluss mit nervigem Einfädeln: Der BSL schiebt das Filament automatisch bis zum Extruder.

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Man sieht den BSL von vorn. Es ist ein längliches, 3D-gedrucktes Gehäuse. An der rechten Seite ist ein Laufrad zu sehen.

(Bild: MrFlippant/Greg Gaub)

Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Daniel Schwabe

Ein neues Open-Source-Projekt bringt Bewegung in den Filamentvorschub: Der BSL (Bowden Speed Loader) nutzt ein Dual-Drive-Getriebe, um starres Filament zuverlässig durch PTFE-Schläuche zu befördern. Herzstück ist ein GA12-N20-Getriebemotor (500 U/min bei 12 V), kombiniert mit einer 9-V-Batterie, einem Reed-Switch und einem einfachen Hebelmechanismus. Auch flexible Materialien wie TPU lassen sich laut Nutzertests damit fördern.

Der BSL ist für Maker interessant, die regelmäßig mit langen Bowden-Zuführungen oder schwer zugänglichen Extrudern arbeiten. Wer oft zwischen Materialien wechselt, kennt das Problem: Filament durch einen langen PTFE-Schlauch zu drücken, ist mühsam und kann bei weichen oder ungleichmäßig gewickelten Filamenten viele Nerven kosten. Der BSL unterstützt den Maker mit seiner Motorkraft, um das Filament bequem einzufädeln.

Auf seinem YouTube-Kanal hat Erfinder MrFlippant (Greg Gaub) ein Video von der Benutzung des Gadgets hochgeladen.

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Die Nutzung ist simpel: Filament zwischen die schräg verzahnten Zahnräder legen, Hebel herunterdrücken – und schon schiebt der Motor das Material vor. Bei längeren Wegen durch den Schlauch empfiehlt sich zusätzlicher Druck auf den Hebelarm, um ein Durchrutschen zu vermeiden.

Voraussetzung für eine reibungslose Funktion ist möglichst gerades Filament. Kanten oder Knicke durch Lagerung am Spulenrand können den Vorschub erschweren. Wer oft solche Fälle von Nerv-Filament hat, kann bei Bedarf zu einem drehmomentstärkeren, aber langsameren Motor wechseln.

Zum Nachbau sind neben dem Motor ein MK3s+-kompatibles Dual-Drive-Getriebe, ein Mikroschalter mit Hebel, ein 9-V-Batterieclip und eine 9-V-Batterie notwendig. Drei M3×10-Schrauben halten das Gehäuse zusammen, als Scharnier dient ein Stück Filament oder eine M2×8-Schraube.

Für die Verkabelung müssen Schalter und Motor im Gehäuse verbunden werden – ein paar Lötarbeiten notwendig. Die Hebelmechanik nutzt dabei die beiden Kontakte nahe der Scharnierseite des Schalters. In der neuesten Version des Projektes ist auch eine Kabel-Öffnung für ein USB-C-Kabel bei einer aufladbaren Batterie mit integriert.

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Um den kleinen Helfer nachzubauen, finden sich auf der Projektseite sowohl die 3D-Druckdateien als auch eine Liste aller Bauteile und die Anleitung zum Zusammenbauen.

Wer sein Filament direkt perfekt lagern möchte, kann das mit einem DIY-Filamentschrank machen. Alles dazu findet man in unserem Artikel.

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(das)