Insiderhandel-Vorwurf gegen Samsung
Nach Ansicht der südkoreanischen Börse steht Samsungs Reputation auf dem Spiel.
Ein Aktienrückkauf-Programm, in dessen Rahmen der südkoreanische Hersteller Samsung Anteile im Wert von 1,75 Milliarden US-Dollar zurückkaufen will, handelt dem Unternehmen nun Ärger ein. Die Börse Korea Stock Exchange (KSE) hat deshalb eine Untersuchung wegen des Verdachtes auf Insiderhandel eingeleitet. Das meldet die Financial Times. Dem Unternehmen würde es großen Schaden verursachen und es würde seine Reputation verlieren, wenn sich der Verdacht erhärte, sagte drohend ein KSE-Mitarbeiter dem Blatt. In diesem Fall würde der Vorgang der Börsenaufsicht FSS übergeben werden, die dann schließlich ein Gerichtsverfahren einleiten könnte.
Am Montag dieser Woche hatte Samsung sein Rückkaufprogramm bekannt gegeben und mit der Absicht erklärt, den Preis seiner Aktien stabilisieren zu wollen. Bereits vor der Ankündigung hatte die Börse jedoch erstaunlich positiv auf Samsung reagiert: Am Freitag stieg der Aktienpreis bereits um 4,2 Prozent. Nach eigenen Angaben habe der Konzern das Rückkaufprogramm aber erst am Montag beschlossen. Diese Aussage hat die KSE nun argwöhnisch gemacht. Von dem Aktienrückkauf-Programm sind rund 2,7 Prozent aller börsennotierten Anteilsscheine betroffen. (tol)