Billiger Nahfunk macht Handys zu Smartcards

Die von Philips und Sony entwickelte NFC-Technologie für Datenfunk über extrem kurze Distanzen könnte sich zum neuen Quasi-Standard in Mobiltelefonen entwickeln.

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  • Sascha Mattke

Die von Philips und Sony entwickelte NFC-Technologie für Datenfunk über extrem kurze Distanzen könnte sich zum neuen Quasi-Standard in Mobiltelefonen entwickeln. So wollen Nokia und Samsung ihre Geräte der nächsten Generation mit NFC-Chips ausstatten; bis 2009 wird laut einer Prognose von ABI Research jedes zweite Handy mit NFC-Technik ausgerüstet sein, berichtet Technology Review aktuell.

NFC (kurz für Near Field Communications) basiert auf der Technik von RFID-Chips, die derzeit verstärkt in der Logistik eingesetzt werden. Allerdings ist die Reichweite von NFC auf zehn Zentimeter beschränkt -- und Software sorgt dafür, dass bei Unterschreiten dieser Distanz automatisch eine Verbindung zwischen zwei NFC-Geräten aufgebaut wird, wenn das gewünscht ist. Weil nur ein schwaches Funksignal gebraucht wird, kann NFC mit einfachen und stromsparenden Sendern arbeiten.

Zum Einsatz kommen könnte NFC als Ersatz für kontaktlose Smartcards, die etwa den Zugang zu einer U-Bahn-Station oder einer Veranstaltung freigeben. Ebenso wäre es möglich, NFC-Chips in Werbeplakate zu integrieren; wer mit seinem NFC-fähigen Handy darüber streicht, könnte so Musik, Eintrittskarten oder Gutscheine herunterladen. Treffen zwei Besitzer von NFC-Handys aufeinander, könnten sie ihre Kontaktdaten durch einfaches Aneinanderhalten der Geräte austauschen.

Siehe dazu in Technology Review aktuell: (sma)