Sony betrachtet Gewinnentwicklung in der Heimelektroniksparte mit Skepsis
Umsatzrückgänge im Geschäft mit Home-Audio-Equipment und die Entwicklung neuer TV-Flachbildschirme schmälern Sonys Gewinne.
Der japanische Unterhaltungselektronik-Gigant Sony betrachtet die Geschäftsentwicklung im kommenden dritten Quartal mit Skepsis. Sorgen bereitet Sony-Präsident Kunitake Ando vor allem die Heimelelektronikbranche.
Auf der Sony Dealer Convention 2004 sagte Ando, der Konzern werde die Gewinne im Bereich Heimelektronik (TV-Geräte, DVD-Rekorder, Audio-Equipment) nicht signifikant steigern können; mit der Mobilsparte (Digitalkameras, Camcorder, tragbare Musikplayer) könne die Heimelektroniksparte gewinnmäßig nicht mithalten. Als Gründe nannte er den anhaltenden globalen Umsatzrückgang im Geschäft mit Home-Audio-Equipment sowie die kostenintensive Entwicklung neuer TV-Flachbildschirme. In Sonys drittes Geschäftsquartal fällt unter anderem das traditionell starke Weihnachtsgeschäft.
Künftig rechne Sony mit einem jährlichen Verkaufsvolumen von fünf Millionen TV-Geräten mit LCD-Bildschirm, sagte Ando. Drei Millionen LCD-Panels sollen aus einer neuen, 1,82 Milliarden US-Dollar teuren Fertigungsanlage in Tangjeong (Korea) kommen, die Sony gemeinsam mit der koreanischen Samsung Electronics baut. In ihr können 1,87 x 2,20 Meter große Glassubstrate verarbeitet werden. Aus den großen Muttergläsern lassen sich dann kostengünstiger Panels für Flachbildschirme oder LCD-TVs fertigen. Weitere zwei Millionen Panels will Sony bei anderen Anbietern einkaufen. (pmz)