Informatik-Olympiade
Deutsche Schüler belegen bei der Internationale Informatik-Olympiade vordere Plätze
Die olympischen Spiele in Athen sind sicher auch ins Bewusstsein notorischer Nichtsportler eingesickert; die Paralympics (sportliche olympische Spiele für Behinderte) haben es da schon ein wenig schwerer; die IOI (Internationale Informatikolympiade) dürfte aber weitgehend ohne Beteiligung der öffentlichen Medien stattfinden.
Dabei handelt es sich um ein weltweites Treffen von Schülern, die nicht älter als 21 Jahre sein dürfen, die noch kein Studium angefangen oder eine andere Ausbildung abgeschlossen haben dürfen. Das nationale Auswahlprocedere begann im Februar und endete mit der Entsendung von vier Teilnehmern nach Athen. Felix Arends, Hans-Christian Ebke, Thomas Fersch und Erik Panzer waren diesmal die Tüchtigsten, die ihr Können mit den übrigen Teilnehmern erprobten.
Auf der Ergebnisliste landeten alle Deutschen in der vorderen Hälfte des 296-köpfigen Teilnehmerfeldes und wurden deshalb in Anwesenheit der griechischen Bildungsministerin mit Medaillen ausgezeichnet. Auf einem hervorragenden 21. Platz landete Thomas Fersch aus Roth.
78 Länder aus der ganzen Welt hatten ihre besten Nachwuchsinformatiker nach Athen entsandt; an zwei Tagen mussten die Schülerinnen und Schüler jeweils in fünf Stunden drei knifflige Informatikprobleme lösen, die manchem Informatikprofessor Schwierigkeiten bereiten dürften. Doch nicht nur Lösungen, sondern auch deren Umsetzung in fehlerfreie Programme waren gefragt, so dass die Gewinner nicht nur als Theoretiker, sondern auch als Programmierer glänzen konnten.
Deutschland stellte nach GroĂźbritannien und gemeinsam mit Italien die beste Mannschaft; aus der EU zeigten ansonsten nur noch die polnischen SchĂĽler bessere Leistungen. (roe)