Linux-Distributor Red Hat wächst weiter

Red Hat begründet die weiter steigenenden Umsätze und Gewinne mit starker Nachfrage nach Updates und Dienstleistungen für Linux; die Abonnements für Enterprise Linux stiegen auf 144.000 Stück.

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Von
  • Jürgen Kuri

Nachdem die Geschäftszahlen von Red Hat zuletzt durch ihre Überarbeitung nach Bilanzierungsumstellung für die Abonnements der Red-Hat-Linuxdistributionen in die Öffentlichkeit gerieten, dürfte die US-Firma recht erleichtert sein, erneut Wachstum bei Umsatz und Gewinn verkünden zu könnnen. Der Nettogewinn von Red Hat kletterte im zweiten Quartal auf 11,8 Millionen US-Dollar, ein Plus von 225 Prozent gegenüber den 3,6 Millionen US-Dollar im gleichen Vorjahresquartal. Auch gegenüber dem Vorquartal (10,7 Millionen US-Dollar) stieg der Nettogewinn noch einmal. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 60 Prozent auf 46,3 Millionen US-Dollar, im Vorquartal hatte er noch bei 41,6 Millionen US-Dollar gelgen.

Red Hat begründet die weiter steigenenden Umsätze und Gewinne mit starker Nachfrage nach Updates und Dienstleistungen für Linux. Auch der deferred revenue (passiver Rechnungsabgrenzungsposten, also Umsätze vor allem mit Firmenkunden, die auf Grund von Service-Verträgen, die über mehrere Jahre gelten, oder beispielsweise länger laufenden Lizenz-Abschlüssen zwar schon gemacht wurden, auf Grund der langen Laufzeit der Verträge aber erst über die eigentliche Zeitspanne der Vereinbarungen hinweg realisiert und verbucht werden) stieg im zweiten Quartal auf 99,7 Millionen US-Dollar. Insgesamt konnte Red Hat mittlerweile 144.000 Abonnements seiner Enterprise-Linux-Serie verkaufen. (jk)