Corel Painter IX: mehr Realismus, mehr Speed
Mit Painter IX feilt Corel weiter daran, sein Malprogramm zur perfekten Illusion von Leinwand, Pinsel und Farbtuben aufzubauen -- insbesondere das Ă–l- und Wasserfarbensystem wurde verbessert.
Mit Painter IX feilt Corel weiter daran, sein Malprogramm zur perfekten Illusion von Leinwand, Pinsel und Farbtuben aufzubauen -- insbesondere das Öl- und Wasserfarbensystem wurde verbessert. Wie in der echten Ölmalerei soll der frisch in Farbe getauchte Pinsel zunächst satt auftragen und schließlich immer mehr an Deckkraft verlieren. Von der Mischpalette lassen sich jetzt auch verunreinigte Farben mit Schlieren aufnehmen, wie sie entstehen, wenn man mehrere Farbpasten nur grob vermengt.
Weniger realistisch, aber umso praktischer ist das neue Verhalten von Wasserfarben, die auch nass bleiben, wenn man die Painter-Session vorübergehend beenden und am nächsten Tag fortsetzen möchte. Die Viskosität der fürs wässrige Medium typischen auslaufenden Ränder kann man sogar nachträglich per Schieberegler verändern. Die Brush Control Palette hat ihren Platz nun wieder im Hauptinterface gefunden, Pinselzustände lassen sich darüber leicht verändern und als neue Vorlagen abspeichern.
Die neue Snap-to-Path-Funktion ermöglicht es, einen Pinselstrich exakt an einem Vektorpfad entlang zu führen -- praktisch etwa, um technische Zeichungen in ansprechende Design-Studien zu verwandeln oder importierte Vektorgrafiken zu verfeinern. Auch die Schnittstellen zu Drittanbieter-Produkten bringt der kommende Painter auf dem neuesten Stand der Technik: So sollen beim Import von Photoshop-CS-Dateien auch Ebenensets und -masken sowie Alphakanäle erhalten bleiben. Darüber hinaus ist die Software für die Zusammenarbeit mit Wacoms neuer Generation von Grafiktabletts -- der Intuos-3-Serie -- gerüstet.
Painter soll Farbe nicht nur realistischer, sondern auch schneller zu Papier bringen: Für die meisten Pinselwerkzeuge verspricht der Hersteller "doppelte Geschwindigkeit", in Einzelfällen sogar die zehnfache -- gemeint ist vermutlich, dass man die Zeit, bis der gezogene Pinselstrich auf dem Monitor erscheint, im Schnitt halbieren beziehungsweise auf ein Zehntel reduzieren konnte.
Auf dem deutschen Markt wird Painter IX voraussichtlich im Februar nächsten Jahres zum Preis von rund 440 Euro erscheinen, das Upgrade soll 173 Euro kosten.