Studie: Internet-Nutzer für Werbewirtschaft schwer greifbar

Internetnutzer sind technisch unterschiedlich ausgestattet und nicht eindeutig identifizierbar, hat eine W3B-Studie herausgefunden.

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Von
  • Herbert Braun

Die Studie Website-Performance aus der W3B-Reihe untersucht die technischen Rahmenbedingungen bei den deutschen Internet-Nutzern. Das wenig überraschende Ergebnis: Sie verfügen über unterschiedliche technische Ausstattung und können im Netz nicht eindeutig identifiziert werden.

Immerhin 90 Prozent aller Nutzer wissen, was Cookies sind, und nur noch 20 Prozent akzeptieren vorbehaltslos alle Datenkekse. Immerhin jeder Dritte löscht regelmäßig alle Cookies, was viele Browser inzwischen auch automatisch tun können. Schlimmer noch für Werbetreibende und E-Kommerzler: Knapp 60 Prozent der Nutzer surfen auf mehreren Computern, und nur 54 Prozent der Rechner werden immer vom gleichen Menschen bedient.

Überraschendes findet die W3B-Studie hingegen zum Thema Internet-Zugang heraus: Angeblich wählen sich nur noch 10 Prozent mit einem 56k-Modem ein, während jeder Zweite mit DSL surft. Rechnet man die Standleitungen mit ein, empfangen 63 Prozent aller Nutzer E-Mail und Webseiten über einen Breitbandanschluss. Dies wäre ein gewaltiger Anstieg gegenüber 2003, als nach einer Pilotstudie des Statistischen Bundesamts erst 17 Prozent der Online-Haushalte über einen Breitbandanschluss verfügten. Aktuell gibt es etwa 5 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland.

Die Daten der W3B-Studie wurden im April und Mai durch eine Online-Umfrage bei 120.000 Nutzern erhoben. Die Studie will Hinweise zur Gestaltung nutzerfreundlicher und zielgruppenorientierter Websites geben. Mit der Studienreihe "W3B" untersuchen die Hamburger Marktforscher Fittkau & Maaß Consulting seit über acht Jahren die Internet-Nutzung. (heb)