US-Wissenschaftsstiftung will IT-Sicherheit fördern
Die US-Wissenschaftsstiftung National Science Foundation (NSF) investiert 12 Millionen US-Dollar in den Aufbau von zwei Zentren fĂĽr mehr Sicherheit im Internet.
Die US-Wissenschaftsstiftung National Science Foundation (NSF) investiert 12 Millionen US-Dollar in den Aufbau von zwei Zentren für mehr Sicherheit im Internet. Die Finanzmittel, die hierfür zur Verfügung gestellt werden, sind Teil des NSF-Cybertrust-Programms, in dessen Rahmen insgesamt 33 Projekt mit 30 Millionen Dollar gefördert werden.
Das erste neue Zentrum ist das Center for Internet Epidemiology and Defenses (CIED), das erforschen soll wie sich "digitale Krankheiten" -- also Viren oder Würmer -- im Internet verbreiten und wie solche Epidemien gestoppt werden können. Das zweite Zentrum heißt Security Through Interaction Modeling (STIM) und soll die komplizierte Interaktion zwischen Maschinen, Menschen und Cyberattacken erforschen. Die Forschungsergebnisse beider Einrichtungen sollen helfen, die anfälligen Systeme und Techniken von heute entscheidend zu verbessern.
Das CIED erhält 6,2 Millionen Dollar. Die Leitung übernehmen Stefan Savage von der University of California (San Diego) und Vern Paxson vom International Computer Science Institute der University of California (Berkeley). "Es ist einfach, eine Verteidigung gegen einen bestimmten Virus oder Wurm zu bauen; das machen wir heutzutage so. Aber um ganze Klassen dieser Pest zu stoppen, benötigen wir eine stärkere Innenansicht in das, was Epidemie bedeutet und wie Infektionsverhalten von legitimierter Nutzung getrennt werden kann", erklärt Paxson seinen Ansatz.
Das STIM erhält hingegen 6,4 Millionen Dollar und widmet sich der Klassifizierung von "gesunder" Netwerkaktivität und Attacken. Hier übernimmt Mike Reiter von der Carnegie Mellon University die Leitung. (tol)