Mini-Würfelrechner jetzt auch als Komplettsysteme zu haben

Die beiden taiwanischen Firmen MSI und Shuttle verkaufen jetzt auch fertig konfigurierte Kompaktrechner und nicht mehr nur Barebone-Systeme.

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Die beiden taiwanischen Firmen MSI und Shuttle verkaufen jetzt auch fertig konfigurierte Kompaktrechner und nicht mehr nur Barebone-Systeme.

Shuttle bietet zunächst vier Konfigurationsvarianten zu Einzelhandelspreisen zwischen 740 und 1350 Euro an, eine weitere Ausführung soll in wenigen Wochen folgen. MSI hat gleich elf unterschiedliche Komplettsysteme auf der Basis von vier verschiedenen Barebones angekündigt, die Preise reichen hier etwa von 560 bis 1300 Euro. Auf ihren Webseiten nennen beide Konkurrenten Einzelhandelspartner.

Die günstigeren Systeme sind mit Celeron- oder Athlon-XP-Prozessoren bestückt und nutzen die integrierten Grafikchips von älteren Chipsätzen wie SiS651 oder VIA KM400. Sie bieten in der Grundausstattung 256 MByte Speicher und eine 80-GByte-Festplatte. Die weitere Ausstattung fällt bei MSI und Shuttle jeweils recht unterschiedlich aus: MSI setzt auf CDRW-/DVD-Kombolaufwerke, Shuttle bietet nur ein DVD-ROM-Drive, dafür aber auch ein Floppy-Laufwerk. Bei MSI gehört immer ein Speicherkartenleser zum Lieferumfang. Andere Ausstattungsdetails betreffen die Zahl der USB-2.0- und FireWire-Ports, die SPDIF-Anschlüsse, den HiFi-Modus bei MSI, die Software-Beilagen und das Betriebssystem: Shuttle setzt auf die Professional-Version von Windows XP, MSI findet die Home Edition ausreichend.

Die teureren Modelle bestücken die Hersteller auch mit Zusatzausstattung wie WLAN-Adapter oder TV-Karten mit Fernbedienung sowie separaten AGP-Grafikkarten. Im aktuellen Shuttle-Topmodell (mit AMD Athlon 64 3200+) sitzt eine Karte mit Nvidia GeForce FX 5900XT, MSI verwendet einen GeForce FX 5700 (und einen 3-GHz-Pentium-4).

Nach eigenen Angaben hat Shuttle im letzten Jahr mehr als eine halbe Million PC-Barebones verkauft und führt damit in diesem Marktsegment. Der Begriff Barebone steht für ein vormontiertes "PC-Gerippe" (Gehäuse, Netzteil, Mainboard, meist auch beiliegende CPU-Kühler und Kabel), das noch mit Prozessor, Speicherriegeln, Laufwerken, Erweiterungskarten, Tastatur und Maus (sowie Monitor und anderen Peripheriegeräten) komplettiert werden muss. Wegen der geringen Baugröße lassen sich die oft ansprechend gestalteten Minirechner nicht so flexibel auf- oder umrüsten und arbeiten nicht selten etwas lauter als Rechner mit größeren Gehäusen, die zudem unter dem Schreibtisch stehen können. (ciw)