Umfrage: Prepaid-Handykunden von Tarifdschungel überfordert

Mehr als zwei Drittel der Handybesitzer, die sich ein Gerät mit wieder aufladbarer Mobilfunkkarte anschaffen, wollen vor allem überschaubare Tarife.

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  • dpa

Mehr als zwei Drittel der Handybesitzer, die sich ein Gerät mit wieder aufladbarer Mobilfunkkarte anschaffen, wollen überschaubare Tarife, weil sie der Tarifdschungel überfordert. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag des Mischkonzerns Tchibo im September bei 523 Teilnehmern im Alter von 29 bis 59 Jahren.

Von der allgemeinen Tarifvielfalt fühlten sich fast drei Viertel der mit einem so genannten Prepaid-Handy ausgestatteten Frauen "manchmal überfordert", aber auch jeder zweite Mann. Der Großteil der Telefonkunden, der für die Gespräche im Voraus bezahlt, schafft sich ein mobiles Gerät an, um damit nur zu telefonieren (80 Prozent). Die Verfügbarkeit von MMS sei eher unwichtig, hieß es.

Tchibo hat mit der britischen Muttergesellschaft mmO2 des deutschen Mobilfunkanbieters 02 ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet (Tchibo Mobilfunk GmbH & Co. KG), weil der Anbieter von Kaffee und Gebrauchsartikeln auch Handys anbieten will. Wann welche Geräte in welcher Ausstattung im Sortiment sein werden, ist noch offen.

Der Umfrage zufolge nutzen rund 80 Prozent der Befragten bereits ein Handy, von denen sich etwa 16 Prozent ein neues anschaffen wollen. Nur wenige besitzen noch kein Handy, wollen sich aber binnen zwölf Monaten eines kaufen. Fast 18 Prozent wollen weiterhin auf diese Art der Kommunikation verzichten. Das Verhältnis zwischen der Nutzung eines Postpaid-Handys mit fester Vertragslaufzeit und eines mit im Voraus bezahlten Mobilfunkkarten liegt unter den Befragten bei 60 zu 40 Prozent. (dpa) / (jk)