Telekommunikations-Dienstleister M''net und NEFkom fusionieren
Der MĂĽnchner Telekommunikations-Dienstleister M''net und das NĂĽrnberger Unternehmen NEFkom haben sich wie erwartet zu einem gemeinsamen Unternehmen zusammengeschlossen.
Der MĂĽnchner Telekommunikations-Dienstleister M''net und das NĂĽrnberger Unternehmen NEFkom haben wie erwartet fusioniert. Mit der Eintragung der neuen EigentĂĽmer ins Handelsregister Mitte September seien die beiden Dienstleister rĂĽckwirkend zum 1. Januar 2004 zur M''net Telekommunikations GmbH verschmolzen worden, teilte M''net am Mittwoch auf Anfrage mit.
Das neue Unternehmen mit Sitz in der Landeshauptstadt hat nach eigenen Angaben 60.000 Privat- und 6000 Geschäftskunden. Mit 250 Mitarbeitern strebt das fusionierte Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 100 Millionen Euro an.
Nach NEFkom-Angaben sollen Markenname, Produkte und Tarife des Nürnberger Dienstleisters erhalten bleiben, ebenso die in Nürnberg angesiedelten 100 Arbeitsplätze. Mit der weiteren Expansion sei auch die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in München und Nürnberg vorgesehen, hieß es.
Die Firma NEFkom, die im vergangenen Jahr bei einem Umsatz von knapp 35 Millionen Euro erstmals seit ihrer GrĂĽndung einen Gewinn nach Steuern von fast 780.000 Euro erwirtschaftete, brachte als Mitgift rund 30.000 Kunden in die Firmenehe ein.
Größter Anteilseigner an dem fusionierten Telekommunikations- Dienstleister sind den Angaben zufolge die Stadtwerke München mit 45 Prozent. Der Anteil der Bayerischen Landesbank, die bisher schon an beiden Unternehmen beteiligt war, wächst mit der Fusion auf 28,3 Prozent. Dagegen müssen sich die NEKkom-Gesellschafter, darunter die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen, künftig mit rund einem Viertel der früheren Anteilsquoten zufrieden geben.
Ursprünglich sollte auch die Augsburger AugustaKom ins Boot geholt werden, was einem Bericht der "Nürnberger Zeitung" zufolge an unterschiedlichen Vorstellungen hinsichtlich der künftigen Unternehmensanteile scheiterte. M''net-Sprecherin Maxi Saalbach hält jedoch die Tür offen: Man sei generell an weiteren Zusammenschlüssen interessiert, allerdings müssten die Anbieter auf M''net zukommen.
Zusammen mit der Regensburger RKom hatten die drei regionalen Telekommunikationsanbieter bereits vor zwei Jahren ihre Netze in einem "Bayernring" miteinander verbunden. Nach der Fusion mit NEFkom kann M''net nach eigenen Angaben auf ein Glasfaser- Hochgeschwindigkeitsnetz mit knapp 1300 Kilometern zurückgreifen, das jährlich um mehr als 100 Kilometer erweitert werden soll. (dpa) / (tol)