Studie: Britische IT-Ausgaben vor allem für Windows-Upgrades und Personal
Nach einer Studie des National Computing Centre sollen die IT-Budgets britischer Unternehmen im kommenden Jahr über alle Branchen hinweg um lediglich 1,9 Prozent wachsen.
Windows-Upgrades und Personalkosten sind die größten Kostenfaktoren in den IT-Budgets britischer Unternehmen -- und die Ausgaben im IT-Unternehmensbereich wachsen im kommenden Jahr über alle Branchen hinweg um lediglich 1,9 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt das National Computing Centre in einer neuen "IT-Spending"-Studie. Das NCC befragte dazu insgesamt 168 Firmen in Großbritannien zum IT-Ausgabeverhalten.
Der Ersatz älterer Desktop-Betriebssysteme auf Microsoft-Basis durch neue XP-Systeme und das Upgrade auf Windows Server 2003 im Server-Bereich sind laut NCC die wichtigsten Vorhaben von IT-Verantwortlichen in UK-Unternehmen in näherer Zukunft. Der Linux-Anteil im Desktop-Bereich bleibe vorerst noch niedrig.
Gefragt sind auf der Insel derzeit vor allem Thin-Clients. Ian Jones von NCC prognostiziert, dass sich der Terminal-Anteil von momentan 16 auf 24 Prozent in den kommenden zwei Jahren erhöhen wird. Wegen der hohen Kosten für die Unterhaltung ihrer IT-Systeme, die im Schnitt fast 70 Prozent der gesamten IT-Kosten ausmachen, würden sich die Unternehmen bei Investitionen aber sehr zurückhalten. In der Fertigungsbranche und im Finanzsektor rechnet NCC sogar mit einem Rückgang der IT-Investitionen gegenüber dem Vorjahr.
Nach NCC-Zahlen kommen in Großbritannien auf 1000 betriebliche End-User derzeit 26,5 IT-Spezialisten. Im Vorjahr lag das Verhältnis noch bei 31 pro 1000 Mitarbeiter. Die meisten IT-Spezialisten beschäftigt demnach die Finanzbranche, wo auf 1000 Mitarbeiter mehr als 50 "Techies" kommen. (pmz)