Telekom-Vorleistungen fĂĽr T-DSL werden billiger
Die Regulierungsbehörde hat für die Verbindung zwischen dem Telekom-Backbone und den Backbones anderer Betreiber (ZISP) deutlich niedrigere Preise festgelegt.
Die Regulierungsbehörde (RegTP) hat für die Vorleistung ZISP deutlich niedrigere Entgelte festgelegt. Pro 10 kBit/s Bandbreite sinkt der Preis von rund 63 auf 52 Cent. Die Telekom hatte zuvor ein Entgelt von 1,55 Euro für diese Leistung beantragt, also rund das Dreifache.
Bei der Anbindung per ZISP ĂĽbergibt die Telekom die Verbindungen am jeweiligen Breitband-PoP an einen anderen Anbieter, der seinerseits die Verbindung zum Ziel ĂĽber einen eigenen Backbone herstellt. FĂĽr ZISP muss eine solche Verbindung an jedem der 74 Breitband-PoPs im Telekom-Netz bestehen. Dieses Angebot nutzen einige groĂźe Anbieter wie Telefonica, AOL, Tiscali oder Freenet fĂĽr ihre Zugangs-Angebote fĂĽr den T-DSL-Anschluss. Die Leistung wird nach belegter Bandbreite abgerechnet. Laut RegTP handelt es sich bei ZISP um "die wichtigste derzeit verfĂĽgbare breitbandige Zusammenschaltungsleistung".
Kleinere Provider mit weniger Übergabepunkten werden nach einem anderen Tarifmodell (ISP-Gate) abgerechnet und müssen höhere Preise bezahlen, da in diesem Fall noch die Zuführung zum Übergabepunkt hinzukommt. So genannte Telekom-Reseller wie T-Online, 1&1, Lycos oder GMX betreiben keine eigene Backbone-Anbindung und nutzen stattdessen die komplette Vorleistung von der Telekom. In beiden Fällen sind die Provider nicht von der Preissenkung betroffen.
Die Telekom-Konkurrenten hatten im Vorfeld der Entscheidung befürchtet, die RegTP könne dem Antrag der Telekom auf deutlich höhere Entgelte stattgeben. Dementsprechend groß ist nun die Erleichterung über die recht deutlich ausgefallene Preissenkung. Da die Kosten der Provider sinken, könnten nun auch die davon betroffenen Internet-Zugangstarife für den T-DSL-Anschluss günstiger werden. Der neue Preis gilt zunächst ein Jahr, dann wird die RegTP die Entgelthöhe erneut prüfen. (uma)