Studie: Deutsche IT-Leiter stehen Biometrie skeptisch gegenĂĽber

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne fürchten viele den Missbrauch der elektronischen Identität.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Nach einer Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne, die von Hitachi Data Systems in Auftrag gegeben wurde, stehen deutsche IT-Leiter biometrischen Systemen mit gemischten Gefühlen gegenüber. Während 46 Prozent mit der Einführung von biometrischen Sicherheitstechniken am Arbeitsplatz innerhalb der nächsten drei Jahre rechnen, glauben 52 Prozent nicht, dass sich diese Technik am Arbeitsplatz durchsetzen wird. 55 Prozent der Befragten befürchten eine Pannenserie bei der Einführung von biometrischen Sicherheitssystemen in Unternehmen. Vanson Bourne befragte insgesamt 840 IT-Leiter in Europa, Afrika und im Mittleren Osten. Rund die Hälfte von ihnen fürchtet den elektronischen Missbrauch der elektronischen Identität.

Biometrische Systeme erhöhen nach Aussage der befragten IT-Manager zwar die Sicherheit an sensiblen Orten wie Rechenzentren, verursachen aber gleichzeitig neue Probleme. So bereite IT-Managern beispielsweise die Akzeptanz der Mitarbeiter Kopfzerbrechen. Diese könnten sich beobachtet und ausspioniert fühlen. 40 Prozent der befragten IT-Leiter rechnen daher mit Widerstand der Angestellten in Unternehmen, die biometrische Sicherheitstechniken einführen wollen. Zudem befürchten die Befragten Pannen bei biometrischen Systemen, die schwer zu beheben sind. Mitarbeiter könnten am Betreten oder Verlassen ihrer Arbeitsplätze gehindert werden. Zudem gebe es hygienische Bedenken gegen die Verwendung eines Fingerabdrucks als Einlasskontrolle. (pmz)