Digimarc soll fälschungssichere US-Führerscheine entwickeln
Die US-Regierung hat den Spezialisten für digitale Wasserzeichen-Technik mit einem Pilotprojekt zur Entwicklung fälschungssicherer Führerscheine betraut.
Die US-Regierung hat den Spezialisten für digitale Wasserzeichen-Technik Digimarc beauftragt, ein Pilotprojekt zur Entwicklung fälschungssicherer Führerscheine zu koordinieren. Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), oberste Verkehrssicherheitsbehörde der USA, stattet Digimarc dazu mit einem Etat von einer Million US-Dollar aus. In Kooperation mit den Bundesstaaten, in deren Hohheitsbereich die Ausstellung von Fahrerlaubnissen fällt, soll Digmiarc eine Systeminfrastruktur entwickeln, die sowohl maschinenlesbare Dokumente mit integrierten digitalen Wasserzeichen als auch entsprechende Lesegeräte für Polizei und Wirtschaft umfasst.
Anders als in Deutschland, wo Personalausweise in nahezu jeder Brieftasche stecken, dient in den USA vor allem der Führerschein als Identitätsnachweis. Die meisten Bundesstaaten haben ihre Drivers License deshalb mit einem Magnetstreifen versehen, auf dem persönliche Daten wie Alter, Größe, Augen- und Haarfarbe, Gewicht und mitunter auch die Sozialversicherungsnummer des Inhabers abgelegt sind. Zahlreiche Bars verfügen inzwischen über Lesegeräte, die jeden Gast unter 21 anhand der Daten auf dem Magnetstreifen schon am Eingang aussortieren. Das US-Verkehrsministerium geht allerdings davon aus, dass wegen der relativ einfachen Speichertechnik viele manipulierte Führerscheine im Umlauf sind. Bis Ende 2005 soll Digimarc Ergebnisse vorlegen, wie die Fälschungssicherheit am effektivsten erhöht werden kann. (pmz)