Jenoptik-Tochter baut Infineon-Entwicklungszentrum in Dresden
In dem Forschungszentrum will Infineon zusammen mit Partnern Fertigungsprozesse fĂĽr Speicherchips auf 300 Millimeter groĂźen Wafern entwickeln.
Der Jenoptik-Konzern hat den Zuschlag für den Bau des Entwicklungszentrums der Infineon AG in Dresden erhalten. Das Auftragsvolumen für die Tochter M+W Zander (Stuttgart) belaufe sich auf 74 Millionen Euro, hieß es bei Jenoptik. Für den Münchner Halbleiterhersteller würden rund 2300 Quadratmeter Reinraumfläche sowie ein Bürokomplex für 900 Mitarbeiter gebaut. Jenoptik war bereits Generalauftragnehmer bei den Dresdner Chipfabriken von Infineon.
Nach Jenoptik-Angaben soll das Bürogebäude bis März 2005 fertig gestellt sein. In dem Forschungszentrum will Infineon zusammen mit Partnern Fertigungsprozesse für Speicherchips auf 300 Millimeter großen Wafern entwickeln. "Gemeinsam mit Infineon haben wir frühzeitig in Know-how für die 300-Millimeter-Fertigungstechnologie investiert. Das zahlt sich jetzt aus", sagte Jürgen Gießmann, Vorstandsvorsitzender der M+W Zander Holding AG.
Jenoptik baut derzeit in Dresden außerdem das neue Halbleiterwerk den US-Konzerns AMD. Außerdem ist der Konzern unter anderem mit dem Ausbau der Wafer-Fabrik von Siltronic im sächsischen Freiberg beschäftigt. Der größte Jenoptik-Geschäftsbereich Reinraumtechnik/Anlagenbau erwirtschaftete im vergangenen Jahr mit rund 7900 Beschäftigten einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. (dpa) / (jk)