Service Pack 1 für Exchange 2010 fertig
Microsofts Mail- und Groupware-Server Exchange 2010 erhält neun Monate nach seinem Erscheinen ein erstes Service Pack.
Wie bereits im April, fünf Monate nach der Fertigstellung von Microsoft Exchange 2010 angekündigt, hat der Hersteller dem Server-Paket jetzt ein erstes Service Pack spendiert. Anwender sollen nun ihre geschäftliche und private Mail leichter in separaten Mailboxen ablegen können. Das dürfte großen Unternehmen helfen, unterschiedlich oft aufgerufene Botschaften effizienter auf separate Datenbanken zu verteilen und damit eine bessere Performance zu erzielen. Außerdem dürfte es den Arbeitnehmer-Datenschutz erleichtern. Noch weiter in dieselbe Richtung führt das Versprechen, mit SP 1 könne man Inhalte aus dezentralen PST-Dateien in Exchange importieren, sodass Outlook-Anwender persönliche Daten lokal verwalten, zur Archivierung und etwa für den Fall einer Buchprüfung aber dennoch in den Exchange-Datenbestand einreihen können.
Im gleichen Atemzug haben die Entwickler an den postfachübergreifenden Suchfunktionen gearbeitet. Hier soll jetzt frühzeitig eine Prognose erscheinen, wie viele Treffer eine bestimmte Suchanfrage in etwa zurückliefern könnte.
Trotz der Aufwertung lokaler Outlook-Anbindungen wurde auch der Webdienst Outlook Web Access (OWA) erweitert. Im Browser soll jetzt dank einer verbesserten Prefetch-Strategie insbesondere das Löschen und Markieren von E-Mails als gelesen oder für eine bestimmte Kategorie schneller vonstatten gehen. Microsofts Exchange-Team-Blog preist mit Anwender-Kommentaren das Zusammenspiel von OWA mit unterschiedlichen Browsern an. Allerdings lässt es selbst über die verlinkten Release Notes wenig Rückschlüsse zu, wie vollständig die obigen Ankündigungen vom April umgesetzt worden sind; stattdessen präsentiert es weitere Aussagen von Beta-Testern zu administrativen Erleichterungen. (hps)