Electronic Arts vor Buyout: Sind die goldenen EA-Jahre jetzt plötzlich vorbei?

EA wird von Private Equity gekauft. Schlimm! Fans der liebenswürdigen US-Spieleschmiede müssen sich auf so einige Veränderungen gefasst machen. Eine Glosse.

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Screenshot feiernder FuĂźballer aus einem EA-Spiel

(Bild: EA)

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Electronic Arts – ein Name, der für Leidenschaft, Erfindergeist und Fairness gegenüber der eigenen Spielerschaft steht. Doch die Zeit des freigeistigen US-Publishers könnte bald der Vergangenheit angehören. Sollte der am Montag angekündigte 55-Milliarden-Deal durchgehen, stünde EA plötzlich unter der Fuchtel der Private Equity. Dann würde ein anderer Wind wehen! An die Stelle von Idealismus könnten plötzlich Kalkulation und Kommerz treten. Die Pixel-Poeten aus Redwood wären im schlimmsten Fall gar nicht wiederzuerkennen. Ein paar konkrete Befürchtungen, wie die Zukunft von EA in diesem Fall aussehen könnte:

Eine Glosse von Daniel Herbig

Daniel Herbig berichtet auf heise online ĂĽber Videospiele, Unterhaltungselektronik und andere Gadgets.

So könnte der DLC-Store von "Sims 4" auf Steam künftig aussehen. (Wenn nicht gerade Herbst-Rabatt ist – dann bekäme man die DLCs vielleicht sogar für 993,79 Euro.)

Eine solche Kehrtwende mögen sich Fans von EA natürlich gar nicht erst ausmalen. Aber es ist wichtig, sich frühzeitig auch mit solchen Schreckensszenarien auseinanderzusetzen. Dennoch: Es handelt sich nur um Gedankenspiele. Unter Umständen wird es ja nicht ganz so schlimm. Dass EA-CEO Andrew Wilson im Amt bleibt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass das Investoren-Konsortium vielleicht gar nicht allzu viel ändern möchte.

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Überhaupt können EA-Freunde noch hoffen, dass der vorgeschlagene Deal gar nicht erst über die Bühne geht und die sympathische Spielewerkstatt letztlich doch unabhängig bleibt: Dass der trumpsche Behördenapparat die Übernahme, an der die Firma von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner maßgeblich beteiligt ist, noch blockiert, ist freilich gut möglich.

(dahe)