Premiere erstmals mit mehr als drei Millionen Abonnenten
Zwischen Juli und September sei die Zahl der Abonnenten im Vergleich zum vorangegangenen Quartal netto um 116.902 auf 3,01 Millionen gestiegen.
Der Bezahlsender Premiere hat erstmals in der Unternehmensgeschichte die Marke von drei Millionen Abonnenten ĂĽberschritten. Zwischen Juli und September sei die Zahl der Abonnenten im Vergleich zum vorangegangenen Quartal netto um 116.902 auf 3,01 Millionen gestiegen, teilte das Unternehmen heute mit. "Die Drei-Millionen-Marke ist ein Durchbruch fĂĽr Premiere, damit haben wir die kritische Masse fĂĽr profitables Wachstum erreicht", sagte Premiere-Chef Georg Kofler. Mit dem Wachstum sei das Unternehmen etwas besser vorangekommen als geplant.
Da die Fixkosten nunmehr weit gehend abgedeckt seien, könne das weitere Umsatzwachstum künftig verstärkt in den Gewinn einfließen. Dies erweitere den unternehmerischen Spielraum für Premiere, sagte Kofler. Der Abonnentenzuwachs sei somit auch bei dem im Laufe des kommenden Jahres geplanten Börsengang von Bedeutung. Zu Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis wollte sich der Premiere-Chef nicht äußern und verwies auf die Vorlage der Quartalszahlen.
Etwa die Hälfte der rund sechs Millionen digitalen TV-Haushalte in Deutschland und Österreich haben ein Premiere-Abonnement, teilt das Unternehmen weiter mit. Weitere 20 Prozent besitzen einen Premiere-geeigneten Digital-Receiver. Bis zur Fußball-WM 2006 in Deutschland erwartet der Sender einen "kräftigen Schub" für digitales Fernsehen.
Voraussichtlich Ende 2007 werde Premiere die Marke von vier Millionen Abonnenten knacken, erwartet Kofler. Impulse verspricht er sich dabei unter anderem von Angeboten für das hochauflösende Fernsehen HDTV. "Ende 2007 werden wir rund 400.000 HD-Abos haben."
Zuletzt hatte Premiere im zweiten Quartal wegen Preiserhöhungen zum 1. April knapp 62.000 Abo-Haushalte verloren und kam Ende Juni auf 2,894 Millionen Kunden. Im Jahresvergleich waren es aber 202.000 Abonnenten mehr. Kofler hatte bereits angekündigt, dass die Schwelle von drei Millionen Kunden noch im Herbst überschritten werden solle, zum Jahresende peilt er rund 3,2 Millionen Abonnenten an. (anw)