Greenpeace mahnt Facebook zu Umweltschutz

Mehr als eine halbe Million Facebook-Nutzer haben sich inzwischen einer von Greenpeace gegründeten Gruppe angeschlossen, die von dem Betreiber des Social Network eine Abkehr von umweltschädlich erzeugtem Strom fordern.

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Der Gruppe "We want Facebook to use 100% renewable energy" haben sich mittlerweile über eine halbe Million Mitglieder des sozialen Netzwerks angeschlossen. Das hat Kumi Naidoo von der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die die Gruppe gegründet hat, zum Anlass für einen Brief an Facebook-Gründer Marc Zuckerberg genommen. Darin fordert Naidoo, dass Facebook auf klimaschädlich erzeugten Strom verzichtet.

Greenpeace hatte die Facebook-Gruppe im Februar 2010 gegründet, nachdem das Social Network den Aufbau eines eigenen Rechenzentrums in Prineville im US-Bundesstaat Oregon verkündet hatte. Den Strom werde PacifiCorp liefern, das den größten Teil der Elektrizität aus Kohle gewinne, hieß es. Facebook wolle die Größe des Rechenzentrums in Prineville verdoppeln und damit auch die Nachfrage nach Strom, der aus Kohle gewonnen werde, schrieb Naidoo.

Der Greenpeace-Chef fordert von Facebook ein Plan für den Ausstieg aus der Kohlekraft. Das Unternehmen solle bei der Wahl seiner Standorte darauf achten, dass dort erneuerbare Energie beziehbar sei und den Ausstoß seiner Treibhausgase öffentlich beziffern. Als positives Beispiel führt Naidoo den Internetdienstleister Google an, der sich für die Windkraft engagiere. (anw)