Gmail: Google streicht "Gmailify" und POP-Support

Google streicht bei seinem Mail-Service Gmail ab Anfang nächsten Jahres einige Funktionen. Unter anderem muss POP3-Support dran glauben. 

vorlesen Druckansicht 63 Kommentare lesen
Nahaufnahme eines Smartphones, auf dem Gmail geöffnet ist

(Bild: PixieMe/Shutterstock.com)

Lesezeit: 2 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Google wird ab Januar die Funktionen "Gmailify" und das POP-Verfahren für Gmail einstellen. Der Konzern begründet die Änderungen in einem Support-Eintrag damit, dass Nutzerinnen und Nutzer auf ihre "Nachrichten in Gmail auf die sicherste und aktuellste Weise zugreifen" sollen.

Update

IMAP kann zwar in der Gmail-App genutzt werden, der automatische Import von Mails von anderen Mailsever zum Gmail-Server ist damit aber nicht möglich.

Die Funktion Gmailify wurde 2016 eingeführt. Mit ihr hatte Google es ermöglicht, einige Gmail-Funktionen wie Spamschutz, schnellere Suche oder einen in verschiedene Kategorien unterteilten Posteingang auf externe E-Mail-Accounts auszuweiten. Dieses Feature fällt ab Januar 2026 weg. Damit können Nutzer die Gmailify-Features wie den Spamschutz oder die Posteingangsorganisation von Drittanbieter-E-Mail-Konten nicht mehr verwenden. Ferner fallen "bessere E‑Mail-Benachrichtigungen auf dem Smartphone" und eine schnellere Suche über Suchoperatoren weg.

Als Lösung bietet Google die Option an, E‑Mails von anderen Mail-Konten in der Gmail-App zu lesen und zu senden. Dazu werde eine standardmäßige IMAP-Verbindung (Internet Message Access Protocol) verwendet.

Mit den anstehenden Änderungen streicht Google den Support des POP3-Verfahrens (Post Office Protocol). Damit kann Gmail künftig keine E-Mails mehr aus Drittanbieterkonten abrufen. Ebenso sei die Option "Nachrichten von anderen Konten abrufen" in Gmail auf dem Computer nicht mehr verfügbar, heißt es.

Videos by heise

Die Änderung betrifft Google zufolge ausschließlich die Abrufmethoden. Das heißt, dass bereits synchronisierte E-Mails im Gmail-Konto bestehen bleiben. Der Konzern weist ferner darauf hin, dass Nutzer von Arbeits- oder Bildungskonten ihre Administratoren ansprechen sollten, die bei einer möglichen Migration zu Google Workspace helfen können.

(afl)