Kartellamt will Übernahme von Kabelnetzbetreiber Ish genehmigen
Der TV-Kabelanbeiter aus Nordrhein-Westfalen gab auch eine Preissenkung für den Internet-Zugang bekannt.
Das Bundeskartellamt will die geplante Übernahme des Kabelnetz-Unternehmens Ish (Nordrhein-Westfalen) genehmigen. Das erklärte der Präsident des Kartellamts, Ulf Böge, laut dpa. Die Freigabeabsicht des Kartellamts beziehe sich sowohl auf einen Antrag des hessischen Breitbandkabelnetzbetreibers Iesy, der sich mit Ish zusammenschließen will, wie auch eines britischen Bieters, des Finanzinvestors BC Partners mit der Kabelnetztochter TeleColumbus.
Beide Übernahmevorhaben seien Gegenstand separater Fusionskontrollvorhaben, erläuterte Böge. Das Bieterverfahren der Ish-Eigentümer laufe unabhängig von der Prüfung durch das Kartellamt und sei derzeit noch nicht abgeschlossen. Nach derzeitiger Einschätzung des Kartellamts würde keines der beiden Vorhaben zur Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Beteiligten führen. Die endgültige Entscheidung will die Wettbewerbsbehörde am 28. Juni im Fall von Iesy und am 4. Juli im Fall von BC Partners treffen.
Der TV-Kabelbetreiber Ish hat gerade erst seine Preise für den Internet-Zugang gesenkt. Wer über das TV-Kabel ins Internet geht, zahlt ab dem 1. Juni 59,90 Euro statt 74,90 pro Monat im Tarif "Flat Pro" (5 MBit/s Down-, 512 kBit/s Upstream) oder 34,90 Euro statt 44,90 Euro pro Monat bei "Flat Plus" (2 MBit/s Down-, 512 kBit/s Upstream), der Preis für die normale Flatrate (256 kBit/s Down-, 128 kBit/s Upstream bleibt unverändert bei 19,90 Euro pro Monat. Gesonderte Grundgebühren allein für den Internet-Zugang fallen für Ish-Kunden nicht an. Ab Herbst will Ish zudem die Bandbreiten für die Internet-Zugänge erhöhen. (jk)