IFA

Navis: TomTom baut Mittel- und Topklasse aus

Auf der IFA zeigt TomTom insgesamt sechs neue Navis zwischen 140 und 350 Euro. Als neues Topmodell präsentiert der Hersteller das Navi Go Live 1005 mit 5-Zoll-Display und kapazitivem Touchscreen.

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Von
  • Daniel LĂĽders

Das neue Topmodell TomTom Go Live 1005 hat einen kapazitiven Touchscreen mit 5 Zoll Displaydiagonale.

(Bild: TomTom)

TomTom (Halle 9, Stand 209) erweitert seine Top-Serie Go Live um ein 5-Zoll-Gerät. Das TomTom Go Live 1005 entspricht bis auf die Displaygröße dem 4,3-Zoll-Navi Go Live 1000, das der niederländische Hersteller bereits im April angekündigt hatte. Beide sind mit einem Kapazitiv-Bildschirm, Kartenmaterial von Europa und Nordamerika, Bluetooth-Freisprecheinrichtung sowie verschiedenen Live-Services ausgestattet.

Das Go Live 1000 wird schon im September zu haben sein und soll 300 Euro kosten, während man sich beim Go Live 1005 für 350 Euro noch bis zum Oktober gedulden muss. In den Preisen sind bereits – wie bei allen anderen Live-Modellen – die Nutzung der Live-Services für zwei Jahre enthalten. Zu den per Mobilfunk angebundenen Diensten gehören das Verkehrsinfo-System HD-Traffic, Googles Lokale Suche, eine Wettervorhersage und eine tagesaktuelle Tankpreisauskunft. Die Modelle der 1000er-Serie haben ein Ladekabel, das – wie bei den Apple Macbooks – von einem starken Magneten am Gerät gehalten wird. Zieht man daran, fällt der Stecker einfach heraus, ohne dass das Gerät mitgerissen wird.

Das TomTom Via 120 mit Bluetooth und Spracheingabe kostet in der gĂĽnstigsten Variante knapp 180 Euro.

(Bild: TomTom)

Live-Services haben auch die beiden vorgestellten Mittelklasse-Modelle der neuen Via-Serie von TomTom. Sie unterscheiden sich wie die Go-Live-Navis in der Displaygröße: während das Via Live 120 einen resistiven 4,3-Zoll-Touchscreen hat, bringt das Via Live 125 einen mit 5-Zoll-Diagonale mit. Die Via-Navis sind erstaunlich schlank, enthalten aber dennoch fast alle Features der Topklasse wie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Sprachsteuerung und die optimale Streckenberechnung nach Erfahrungswerten (IQRoutes). Sie haben außerdem einen Lagesensor, der die Orientierung des Gerätes erkennt und die Displayinhalte automatisch mitdreht.

Beide Modelle sollen Europa-Karten enthalten und im Oktober diesen Jahres erhältlich sein. Das TomTom Via Live 120 soll 200 Euro kosten, wogegen das Via Live 125 mit 250 Euro zu Buche schlägt. Auch ein Via-Modell ohne Live-Services will TomTom zum Marktstart verkaufen: Das Via 120 Traffic. Bis auf die Live-Services gleicht es dem Via Live 120 und soll für 180 Euro zu haben sein.

Wer auf Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Sprachsteuerung verzichten kann, greift zum TomTom StartXL mit 4,3-Zoll-Touchscreen, TMC-Empfänger und Europa-Kartenmaterial, das ebenfalls auf der IFA vorgestellt wird. Mit Kartenmaterial, das 13 europäische Länder abdeckt, kostet das StartXL 140 Euro. Mit Karten für 45 Europäische Länder wird es mit 160 Euro etwas teurer. Beide Varianten sind bereits im September verfügbar.

Kooperation: Sony verwendet in seinen Auto-Multimedia-Systemen XPlod kĂĽnftig TomTom-Software.

(Bild: TomTom)

Außer neuen Geräten und Software hat TomTom auch strategische Partnerschaften angekündigt. Künftig will beispielsweise der japanische Elektronik-Konzern Sony die TomTom-Software in seinen Auto-Multimedia-Systemen der XPlod-Serie verwenden. Auch mit den Auto-Herstellern Toyota und Fiat will TomTom künftig zusammenarbeiten und womöglich die In-Car-System kommender Modelle mit seiner Software ausstatten. Genaue Angaben über diesbezügliche Zeitpläne oder bestimmte Auto-Modellreihen machte TomTom noch nicht. (acb)