Yahoo erwirkt einstweilige VerfĂĽgung gegen Mforma
Ehemalige Mitarbeiter eines Internetdienstleisters dürfen laut einer gerichtlichen Anordnung mitgebrachte Geschäftsgeheimnisse bei ihrem neuen Arbeitgeber nicht verwenden.
Der Internetdienstleister Yahoo hat in dem von ihm angestrengten Zivilverfahren gegen das Unternehmen Mforma einen ersten Erfolg erreicht. Das Gericht im kalifornischen Santa Clara sprach eine einstweilige Verfügung aus, nach der das Startup keine Informationen verwenden darf, die ehemalige Yahoo-Mitarbeiter bei ihrem Wechsel zu MForma mitgenommen haben. Der Internetdienstleister hatte Ende Februar wegen angeblichen Verrats von Geschäftsgeheimnissen geklagt. Sechs ehemalige Yahoo-Mitarbeiter, die zu Mforma gewechselt sind, sollen unerlaubt Geschäftsgeheimnisse wie Quellcode und finanzielle Details bei ihrem neuen Arbeitgeber eingebracht haben.
Mforma-CEO Jonathan Sacks zeigt sich in einer Mitteilung enttäuscht über Yahoo. Der Kontrahent phantasiere eine Verschwörung herbei, wo es keine gebe. Sacks verstehe den Unmut über den Verlust wertvoller Arbeitskräfte, aber wenn das Unternehmen Probleme habe, fähige Mitarbeiter zu gewinnen, solle es zunächst bei sich selbst nach Ursachen für die Unzufriedenheit seiner Mitarbeiter nachforschen. Sacks versprach aber, dass sich die betroffenen Kollegen an den Gerichtsbeschluss halten. Mforma stellt Spiele und Anwendungen für mobile Geräte her. (anw)