Infineon will auch mit Zukäufen wachsen

Nach dem Verkauf der Handychip-Sparte will Infineon zukaufen: "Wir schauen uns um, ob es kleine, mittlere oder große Übernahmekandidaten gibt." Derzeit gebe es aber keine konkreten Projekte; an weitere Verkäufe sei nicht gedacht.

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  • dpa

Der Halbleiterkonzern Infineon hat nach dem Verkauf seiner Produktion von Chips für mobile Geräte keine konkreten Pläne für Übernahmen, will aber künftig auch durch Zukäufe wachsen. "Akquisitionen gehören eindeutig zu unserer Strategie. Sie sind neben organischem Wachstum ein bedeutendes Element", sagte Vorstandschef Peter Bauer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Aktuell gebe es aber kein Projekt "in der Pipeline", auch sei das Preisniveau am Markt im Moment sehr hoch. "Wir schauen uns um, ob es kleine, mittlere oder große Übernahmekandidaten gibt." Eine Firma müsse verschiedene Kriterien erfüllen, für die Infineon-Aktionäre wertsteigernd und vor allem auch verfügbar seien. "Derzeit ist das eher schwierig", sagte Bauer.

Der Verkauf des Handychip-Geschäftsbereichs an den US- Branchenriesen Intel werde dem Münchner Dax-Unternehmen einen außerordentlichen Gewinn in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrags einbringen. Weitere größere Verkäufe soll es nicht geben. "Unser Portfolio stimmt", so. An eine Sonderausschüttung an die Aktionäre denke das Unternehmen aber trotz des Sondergewinns nicht, auch ein Rückkauf eigener Aktien sei nicht geplant. Der Aufsichtsrat werde im November darüber beraten, ob das Geld für eine Dividende genutzt werde.

Allerdings sei in der Branche eine vernünftige Netto-Liquidität wichtig, erklärte Bauer. "So sind wir in der Lage, auch in einem konjunkturellen Tal investieren zu können, wie es andere Wettbewerber in der vergangenen Krise gemacht haben." (jk)