Corning schreibt bis zu 2,9 Milliarden US-Dollar ab
Der Glasfaser-Spezialist erwartet weder für das kommende Jahr noch danach eine Besserung auf dem weltweiten Telekommunikationsmarkt.
Der Glasfaser-Spezialist Corning wird im dritten Quartal Abschreibungen auf den Firmenwert und auf Investitionen in Höhe von 2,8 Milliarden bis 2,9 Milliarden US-Dollar vornehmen. Finanzchef James B. Flaws begründete, die Ergebnisse in der Telekomunnikationssparte in den Jahren 2003 und 2004 lägen zwar im erwarteten Rahmen, es gebe aber keine Anzeichen für Besserungen im kommenden Jahr und danach.
"Wir glauben nicht mehr, dass der Glasfasermarkt eine Nachfrage erreichen wird, welche die Fertigstellung des Werks gerechtfertigt", bezieht sich der Finanzchef auf das Glasfaserkabelwerk Concord, dessen Bau im Jahr 2002 unterbrochen wurde. Allein dadurch entstehen Abschreibungen in Höhe von 420 Millionen US-Dollar.
Weiter gab Corning bekannt, zusätzliche 326 Millionen US-Dollar in eine Fabrik in Taiwan investieren zu wollen. Der Ausbau der Produktionsstätte sei Teil des diesjährigen Investitionsplans, der insgesamt eine Milliarde US-Dollar umfasse. In dem taiwanischen Werk wird Spezialglas für Monitore und Flachbildschirme produziert. Ab Ende 2005 sollen dort neue Glasarten für die wachsende Nachfrage in diesem Bereich hergestellt werden. (anw)